Andre Eckholt (Geschäftsführer Hettich Indien) | Mutmenschen #46

Shownotes

André Eckholt ist Geschäftsführer von Hettich India. Seit zwölf Jahren lebt und arbeitet er im Ausland – mit Stationen in Indien und Tschechien. 2013 baute er in Vadodara auf der grünen Wiese die erste indische Fabrik der Hettich-Gruppe auf. Heute sitzt er in Mumbai, verantwortet rund 65 Länder von Afrika über Middle East bis SAARC und führt etwa 2.000 Mitarbeiter.

Hettich ist ein deutsches Familienunternehmen und gehört zu den weltweit führenden Unternehmen für Möbelbeschläge: Scharniere, Schubkastensysteme und alles, was Bewegung in Küche, Bad und Möbel bringt.

In dieser Folge sprechen wir über Indien, Führung, Leistung, Familie und die Frage, was Deutschland von einem Land lernen kann, das voller Widersprüche ist – aber auch voller Energie, Stolz und Zuversicht.

Das besprechen wir in dieser Folge:

Welcoming Culture – wenn der Vermieter sonntags durch die Tür kommt. Andrés erste Indien-Erfahrung 2013: Vadodara, fremde Stadt, fremde Kultur. Warum er schnell verstanden hat, dass „der Gast wie eine Gottheit behandelt wird“ in Indien kein Klischee ist, sondern gelebter Alltag.

Vor Modi und während Modi – ein Land im Aufbruch. Was sich zwischen 2013 und 2022 verändert hat. Warum André heute nicht nur Nationalstolz, sondern echte Zuversicht erlebt. Und was Viksit Bharat 2047 mit dem Mindset eines ganzen Landes zu tun hat.

1,4 Milliarden Menschen, voller Wettbewerb. Keine soziale Absicherung wie in Deutschland, hoher Druck, enorme Leistungsbereitschaft. Warum Arbeit in Indien oft existenzieller ist – und warum Fluktuation trotzdem eine der größten Führungsaufgaben bleibt.

Klarheit vor Harmonie – auch in einer Top-down-Kultur. André führt in einem Land, in dem Mitarbeiter nicht selbstverständlich den Chef hinterfragen. Wie er trotzdem Streitkultur in seinem Führungskreis aufbaut – und warum „rigoros, aber nicht rücksichtslos“ für ihn ein Führungsprinzip ist.

Eigene Schuhe statt fremde Fußstapfen. 2022 übernimmt André die Geschäftsführung von einem prägenden Vorgänger. Wie er seinem Team klarmachte, dass die großen Schuhe stehen bleiben – und dass er seine eigenen mitbringt.

Familie in der 25-Millionen-Metropole. Zwillinge aus Prag, heute acht Jahre alt, Schule mit 60 Nationen. Was Kinder in Mumbai verlieren – und was sie fürs Leben gewinnen.

Selbstführung im 130-Flüge-Jahr. Vom SV Meppen bis Kickboxen. Wie André mental und körperlich oben bleibt, wenn Reisen, Verantwortung und 24/7-Erreichbarkeit zum Alltag gehören.

Was Deutschland von Indien lernen kann – und was nicht. Andrés ehrlicher Blick zurück: Wir reden zu viel über das halb leere Glas. Uns fehlen Stolz, Zuversicht und der Glaube an das große Ganze. Aus dem Mund eines Mannes, der seit zwölf Jahren draußen auf die Heimat schaut.

Mut-Menschen ist der Podcast für Leistungsträger, Unternehmer und alle, die nicht aufhören zu machen. www.mut-menschen.com | www.peterholzer.com

Transkript anzeigen

00:00:01: Stell dir vor, du bist gerade in ein anderes Land gezogen.

00:00:05: Es ist Sonntagmorgen zehn Uhr.

00:00:07: Es klopft nicht!

00:00:08: Es fällt jemand einfach zur Tür rein – es ist dein Vermieter.

00:00:11: Du hast ihn vorher noch nie gesehen doch das hält ihm nicht auf.

00:00:15: Er hat Essen.

00:00:16: dabei dass seine Frau gekocht hat sagt lass uns frühstücken.

00:00:21: Das hat mein heutiger Gast erlebt als er nach Indien gezogen ist.

00:00:25: André Écoleld, Geschäftsführer von Hettich Indian sitzt heute in Mumbai.

00:00:30: Um ihn herum hob die Stadt.

00:00:33: Hinter ihm liegen zwölf Jahre Indien mit einer Unterbrechung in Tschechien.

00:00:38: In diesen Zwölf Jahren hatte ein Land erlebt, das sich neu erfindet.

00:00:41: Es gibt eine Zeit vor Modi und eine neue Epoche während Modi.

00:00:47: Das land pulsiert in dieser Epochen mit einem Spirit der jeden Deutschen der einmal dort war auf der Heimreise nachdenklich stimmen muss.

00:00:55: Wir sprechen über Mut, scharfen Wettbewerb.

00:00:58: Den unbändigen Willen von sechshundert Millionen jungen Menschen die nach Wohlstand streben Die Familie in einer fünfzehnzig Millionen Metropole wie funktioniert sie?

00:01:09: und über die Frage die ich keinem deutschen Hörer ersparen will?

00:01:13: Warum schauen die Inder zuversichtlich nach vorn und wir ängstlich nach hinten?

00:01:18: Mein Name ist Peter Holzer.

00:01:20: Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dieser neuen Folge von Mutmenschen.

00:01:25: Mein heutiger Gast, der sitzt gerade im Mumbai.

00:01:29: Also wir telefonieren sozusagen einmal rund um den Globus Andrehm.

00:01:32: Schön dass du heute da bist.

00:01:34: Peter, hi!

00:01:35: Ja eine tolle Möglichkeit für mich.

00:01:37: vielen Dank dafür.

00:01:39: Ich finde es ja sehr sympathisch das ist nicht reingeschnitten.

00:01:41: man hört dem Hintergrund das Hupen und die Verkehrsgeräusche.

00:01:45: Gib uns mal kurz zwei drei Sätze in Mumbai.

00:01:48: was ist Mumbai wenn es in zwei Sätzen erklären muss?

00:01:51: Es ist schwer in zwei Sätze zu fassen, aber Mumbai ist die Stadt, die niemals schläft und ich glaube das hört man auch einfach an der Geräuschkulisse hinter mir.

00:02:02: Eine der größten Städte weltweit, die rein kulturell natürlich ein Highlight ist und in dem ganzen Chaos, im täglichen Chaos was man hier erlebt auf der Straße trotzdem ein Ort ist, der einen nicht mehr loswässt.

00:02:17: so würde ich Mumbai beschreiben mit wenigen Worten

00:02:21: Ja, Indien ist ja völlig anders als Deutschland.

00:02:26: Du bist ja Deutscher und nun in Indien Und hast ja auch mehrere Kontaktpunkte gehabt und dein erster liegt schon einige Zeit zurück Als du nach Indien gegangen bist.

00:02:38: Da hast du ja wahrscheinlich noch keine Ahnung wie es wirklich ist.

00:02:42: Was ist denn das was dich damals am stärksten beeindruckt hat?

00:02:48: Ja, also das war tatsächlich in den Jahr die Möglichkeit ergeben hat dass ich das erst mal aus dem beruflichen Kontext heraus nach Indien gekommen bin und zu der Zeit war es tatsächlich auch meine erste Fahre aus einem beruflichem Kontext raus ins Ausland zu gehen währenddessen nicht im Vorfeld wesentlichen.

00:03:10: in Deutschland beruflich unterwegs gewesen bin.

00:03:13: Natürlich immer schon die Leidenschaft hatte, beides miteinander zu verbinden, idealerweise das Berufliche mit dem Privaten und darüber heraus die Welt aus ihren unterschiedlichen Facetten kennenzulernen.

00:03:27: Und von daher war ich durchaus erstmal positiv gestimmt als sich dann irgendwann mal die Gegebenheit oder die Möglichkeit ergeben hat, dass dann Indien auf die Agenda gekommen ist.

00:03:40: Natürlich hatte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Ahnung von dem was auf mich zukommt weil es mich eher so in die westliche Welt gezogen hatte aus einem privaten Kontext wenn man in Urlaub mal nach USA geflogen ist als Beispiel und halt in Europa die Zeit verbracht hat.

00:03:59: Insofern bin ich mit einer geringen Erwartungshaltung tatsächlich komplett unvorbelastet nach Indien gekommen Und ich glaube, das war auch gut so.

00:04:09: Weil dann wertet man die Dinge auch nicht grundsätzlich als richtig oder falsch – was wir Natur der Dinge oftmals tun, sondern man kommt erst mal an und verschafft sich einen Eindruck von dem Leben vor Ort, von der Kultur vor Ort , von den Menschen vor Ort.

00:04:25: Das hat mich am Ende am meisten tatsächlich überrascht dass auf der einen Seite die diversifizierten.

00:04:40: Das Problem ist, mittlerweile bin ich seit zwölf Jahren im Ausland und langsam verliert man Deutsch.

00:04:46: Als Muttersprachler.

00:04:47: Danke!

00:04:49: Aber wechsel

00:04:50: jetzt nicht auf Hingur, sonst bin ich raus?

00:04:52: Ja

00:04:52: ja, eher englisch.

00:04:55: Auch das beschreibt die Vielfältigkeit.

00:04:56: Das Wort ist einfacher des Landes.

00:04:58: hier gibt es überall Ja, in jedem Bundesstaat eine andere Sprache.

00:05:03: Eine Armsprache und Englisches ist die Sprache, die alles starten miteinander verbindet.

00:05:07: also das war tatsächlich eine Überraschung.

00:05:10: aber dass offen das Offenherzige das Warmerzige der Menschen ich sage immer die Welcoming Culture Die Tür steht wirklich für jeden offen Und man wird vorurteils frei erst mal wirklich in die Kultur und auch in den engeren Familienkreis aufgenommen obwohl man gänzlich unbekannt ist.

00:05:27: und diese Wärme Die hat mir persönlich sehr viel gegeben, weil das ist glaube ich der größte Gegensatz tatsächlich zu uns Zentral-Europäern oder der westlichen Welt ohne das bewerten zu wollen.

00:05:40: Wir sind ja doch eher hinter verschlossenen Türen und den Kleineren Familienkreis eher warm miteinander.

00:05:47: Und das sind Werte die mich total im positiven Überraschstabem

00:05:53: macht.

00:05:53: es mal plastisch für mich an einem Beispiel was heißt diese Offenherzigkeit, dass das für mich überschüttet wurde.

00:06:01: Zeig mal wenn in Deutschland die Leute vielleicht eher von der Kultur her reservierter sind was ist da so ein?

00:06:05: Grundsätzlich

00:06:07: also grundsätzlich glaube ich das ist eine Art Mantra in Indien der Gast ist wie eine Gottheit behandelt tatsächlich und Wenn man als fremder Mensch nach Indien kommt.

00:06:20: ohne jegliche soziale Kontakte ist es natürlich erstmal so dass die Firma, für die man arbeitet, dass sie sich extra streckt und extra bemüht.

00:06:29: Dass es einem vor Ort gut geht.

00:06:30: Und das ist nicht aufgesetzt sondern das ist einfach ehrlich gemeint.

00:06:35: Sprich... Man wird niemals alleine gelassen insbesondere in den ersten Tagen.

00:06:40: Das habe ich gespürt.

00:06:41: Wird Twenty For Seven rund um die Uhr betreut?

00:06:44: Überbetreut hätte ich gesagt!

00:06:47: Das ist das eine und das andere ist dann tatsächlich ein konkretes Beispiel.

00:06:53: Ja, der Landlord also demjenigen, der das, dem das Apartment gehört in dass ich da zwei tausend dreizehn eingezogen bin.

00:07:00: In Vadodara ein guter Rat auf nowhere in Indien.

00:07:05: Der hatte dann in den ersten Tagen, hat er ja Sonntagsmal um morgens um zehn Uhr nicht an der Tür geklopft sondern ist in die Tür reingefallen was in Indien auch so üblich ist wenn man die Türen nicht abschließt.

00:07:17: Die Tünen sind offen für jedermann und er hat gesagt Mensch lass uns doch jetzt mal Zeit miteinander verbringen.

00:07:23: und er kam halt mit Essen von seiner Frau und sagte Lass es doch mal gemeinsam Frühstück!

00:07:28: Und wir kannten uns zu dem Zeitpunkt noch gar nicht und für mich war das im ersten Moment erstmal ein Schock dass jemand zu mir nach Hause kommt A und B, also unangekündigt.

00:07:38: Und b dann auch noch einfach durch die Tür geht, die nicht abgeschlossen war und das dann aber in so einer freundlichen ehrlichen offenzigen Art und Weise gemacht hat dass sie mich halt auch wohlgefühlt habe in dem Moment.

00:07:50: Das ist vielleicht ein gutes Beispiel was die Gastfreundschaft in Indien ganz gut beschreibt.

00:07:57: Ja beeindruckend!

00:07:58: Meine Frau ist Polin.

00:07:59: da gibt es auch im polnischen Spruch Gas zu Hause Gott Zuhause.

00:08:03: Da musste ich jetzt dran denken Du hast vom Mantra gesprochen, das ist dann ja auch kulturprägend sowas.

00:08:09: Absolut.

00:08:10: und ein weiteres Beispiel wäre tatsächlich in Indien ist die Kluft zwischen Armut und Reichtum extrem groß was aber nicht bedeutet dass man als Gast auch in der Arbeiterklasse als Gott behandelt wird.

00:08:26: und es hat dann Dimensionen wo man sich selber schon unwohl fühlt Weil wirklich alles auf den Tisch gestellt wird und man weiß die Menschen, die haben nichts.

00:08:32: Das ist wirklich sprichwürdig.

00:08:33: das letzte Hemd was sie einem anbieten und das machen Sie mit einer wahnsinnigen Freude dabei.

00:08:39: Und also da spricht dann beides gefühlt mit des schlechten Gewissen aber auch die Wertschätzung gegenüber dem Menschen und dem Moment, den man da dann teilen darf.

00:08:50: Also super beeindruckend!

00:08:53: Du hast ja jetzt etwas angesprochen, die große Kluft zwischen Arm und Reich.

00:08:56: Das ist auch ein Thema was uns in Deutschland beschäftigt, zumindest sagen das einige zunehmende kluft.

00:09:05: Auf der anderen Seite ist es so dass auch unglaublich viele Menschen, ich habe gelesen, zweihundertfünfzig Millionen Menschen aus der Armut geführt wurden unter Modi.

00:09:14: Und ich hatte eine Statistik gesehen wenn es um die Anerkennung und Zustimmungswerte von politischen Anführern geht dass zumindest in dieser Umfrage Modi auf Platz eins weltweit steht, mit seventy-one Prozent Zustimmung und im Vergleich dazu März mit thirty-six Prozent Zustimmung.

00:09:34: Und jetzt hast du ja trotzdem diese Kluft zwischen Arm und Reich angesprochen?

00:09:38: Wie ist das denn bei euch wenn man so an den politischen Anführer denkt und seine Rolle und wie sich das Land entwickelt auch in Richtung Wohlstand?

00:09:47: Ja, vielleicht vergleiche ich es so ein bisschen mit der Zeit im Jahr zwei-tausenddreizehnt zu der Zeit wo ich wieder nach Indien zurückgekommen bin.

00:09:54: Das war dann im Jahr zwanzigzehn zwar.

00:09:55: Im Jahr zwei tausend dreizehnten ist Modi an die Macht gekommen und hat sich wählen lassen.

00:10:08: Es gibt eine Zeit vor Modi und es gibt die Zeit während Modi und ich habe beide Zeiten kennenlernen dürfen.

00:10:15: Und was es im Jahr war, war der Nationalstolz eines jeden Inders.

00:10:21: Was fehlte war die Zuversicht zu dieser Zeit über alle Klassen hinweg.

00:10:27: Der Glaube an das Land und der Glaube daran dass man global auch eine gewichtige Rolle im geopolitischen Kontext spielen kann.

00:10:37: Das aus der Perspektive, wenn ich wieder nach Indien zurück durfte, hat man diesen krassen Wandel gesehen.

00:10:48: Auf der einen Seite weiterhin der stolze Inder und gepaart dann auch wirklich mit der Zuversicht dass Indien mittlerweile ein Playoff einer globalen Ebene ist Und das hat man insbesondere daran ausgemacht, also ich insbesondere in den ersten Wochen als ich wieder zurückgekommen bin.

00:11:09: Wenn man Zeitungen aufgeschlagen hat überall positive Headlines.

00:11:14: Also dass was man jetzt aus dem europäisch-deutschen Kontext heraus vielleicht nicht mehr so gewohnt ist wenn man ein Spiegel oder eine Bildzeitung aufmacht dann wird man erst mal erschlagen von Szenarien die man eigentlich gar nicht um einem liebsten wieder zu klappen möchte.

00:11:31: Und das ist jetzt auch irgendwie keine Verzerrung der Realität, wo dem normalen Bürger irgendwas vorgemacht wird.

00:11:39: Sondern es ist tatsächlich so dass es halt durchaus viele positive Themen gibt in Richtung Infrastruktur wo gerade sehr, sehr viel entsteht in Indien.

00:11:50: In Richtung Bildung, wo sich sehr, soviel getan hat, auch als Manufacturing habe, wo viele Investitionen momentan nach Indien fließen und dadurch dann halt auch die globale Wettwärtsfähigkeit gestärkt wird und all das.

00:12:07: Man dann halt auch nicht nur in den Zeitungen wieder, in den positiven Headlines sondern auch in der DNA eines jeden Inders die als in Richtung höher schneller weiter denken und das dann tatsächlich auch im Daily vorleben.

00:12:22: nochmal kurz die Brücke geschlagen.

00:12:23: zum Thema Kluft zwischen Reichtum und Armut.

00:12:27: Die ist schon extrem heftig in Indien, und ich glaube das wird sich auch nicht innerhalb von wenigen Jahren – das wäre eine Illusion beheben!

00:12:35: Aber ich denke dass die aktuelle Regierung halt smart investiert genau in zwei Schwerpunktthemen.

00:12:42: Das eine ist das Thema Bildung für jeden und das leben sie ja vor.

00:12:50: also entstehen viele Schulen bis in die kleinsten Orte in Indien herein.

00:12:56: Man muss halt sehen, obwohl man einen Kommer vier Milliarden Menschen hier in diesem Land hat gibt es Ballungsgebiete wo das Thema Bildung schon groß geschrieben wird.

00:13:04: aber es gibt auch viele, viele ländliche Regionen in Indiern wo es keine Schulen gab und es keine Möglichkeiten gab auch für Kinder zur Schule zu gehen.

00:13:13: an all diese Themen ja wird angesetzt seit zwei tausend vierzehn.

00:13:18: dann kommt noch hinzu was dann die Brücke am Ende des Tages ist, Infrastruktur auch wirklich in die ländliche Region herein und Richtung vernünftige Autobahnen, neue Flughäfen, Bahnhöfe etc.

00:13:36: Und ja da sind die Themen, die momentan hier wirklich in eine gute Richtung

00:13:40: gehen.".

00:13:43: Also das klingt sehr quirlig!

00:13:45: Ich stelle mir das vor wie so ein Bienenstock, wo einfach wahnsinnig viel passiert und wenn du das noch beschreibst mit nicht nur Nationalstolz sondern jetzt auch einer vorhandenen Zuversicht dann ist es ja ein positiver Spirit.

00:13:57: Eine Energie die man einfach spürt finde.

00:14:00: ich klingt jetzt auch stark aus in dem was du sagst.

00:14:02: Es wird dir aber gerne nochmal andocken an das Wort Nationalstols.

00:14:06: in Deutschland Gibt es ja stimmen die sich auch schwer tun.

00:14:12: mit national stolz behauptet das deutsche folg.

00:14:16: Sich damit schwer tun weil sie immer sorge haben dass ist was abstammungsmäßiges ist und also ich aber nicht.

00:14:21: Öffnen können dafür dass es am ende eine werte Gemeinschaft ist.

00:14:25: so wieder olympische gedanke dass man sich auch identifiziert mit dem land wo man lebt um sich einzubringen um.

00:14:32: ein Teil beizutragen, um auch gerne vielleicht Steuern zu zahlen und vor allen Dingen als Nationen auch erfolgreich zu sein.

00:14:38: Weil das ist ja ein weltweiter, was ich in der vorhin selber angesprochenen Wettbewerb, indem wir alle kämpfen.

00:14:45: Wie ist es denn mit dem Thema Nationalstolz?

00:14:46: In Deutschland bin ich vor einigen Jahren aufs Land gezogen.

00:14:50: hier sehe ich ab und zu mal eine deutsche Fahne im einen oder anderen Garten hängen in Großstädten.

00:14:55: Ist das ja undenkbar.

00:14:56: dann wird man direkt als Nazi oder sonstwas deklariert.

00:14:59: also in Deutschland tun wir uns da sehr schwer mit.

00:15:02: Aus meiner Sicht funktioniert es aber nicht ohne Nationalstolz.

00:15:05: Also wenn man nicht stolz ist auf das, wo man zugehört dann ist es einem, ich sag's mal hart irgendwie auch egal.

00:15:12: also welche Rolle spielt dieser Nationalstols?

00:15:14: und vor allen Dingen wie erlebst du ihn?

00:15:16: Wenn Du in diesem Land bist.

00:15:19: Ich glaube jetzt nicht nur unbedingt... Du hast eben gesagt deine Frau hat polnische Wurzeln.

00:15:29: Vor Indien durfte ich einige Jahre auch in Tschechien arbeiten und auch leben.

00:15:37: Und da ist es ähnlich wie jetzt auch in Indien tatsächlich, wo in Tchechien sicherlich viele andere Länder irgendwann mal meinten Tschechin-Tschecheslowakei zu regieren sei es die Deutschen gewesen, sei es sie Russen gewesen eine Zeit lang Und viele, viele andere.

00:16:00: Irgendwann kam dann halt der Zeitpunkt der Unabhängigkeit.

00:16:03: und ähnlich ist es auch in Indien tatsächlich wo die Briten über viele Jahrhunderte im Land waren.

00:16:11: nicht nur die Britens, die Portugiesen waren auch drin, die Franzosen waren drin.

00:16:16: Ich glaube, das war's dann soweit, der Tag der UnAbhängigkeit.

00:16:22: Das gibt noch viele Zeitzeugen.

00:16:27: Da ist natürlich ein wahnsinniger Stolz daraus resultieren zu sagen, wir sind jetzt unabhängig.

00:16:32: Das ist jetzt unseres und wir beschützen das mit allen Werten für die wir einstehen.

00:16:41: Wir schützen das nicht nur sondern wir möchten halt auch dass es zähig ist und dafür setzen uns ein mit allem was wir mit allen Werte haben.

00:16:53: Das is glaube ich das was alles verbindet am Ende des Tages wo dann halt mit der Zuversicht, die jetzt auch über eine Regierung ausgestrahlt wird auf die gesamte Bevölkerung das ganze Land der Zinterner Agenda hat.

00:17:06: Ich glaube, dass es ist siebenvierzig, also schon ein bisschen sehr weitreichend steht wo Indien halt global als Nummer drei hinter den hinter USA und China angesehen wird Und das ist ein Mantra, was jeder mit sich trägt und wo jeder halt auf Basis des übergeordneten großen Ziels jetzt auch seinen Beitrag leisten möchte.

00:17:31: Ja genau, das habe ich gelesen.

00:17:33: Wixit Barat, twenty-seven vierzehn.

00:17:36: Das ist der hundertste Jahrestag der Unabhängigkeit und... Genau!

00:17:41: Ich hab verstanden, dass bedeutete entwickelte Nationen sein aber du hast sie jetzt auch nochmal präzisiert.

00:17:45: Nummer drei weltweit

00:17:47: d.h.,

00:17:47: da stecken ja wahnsinnige Ambitionen hinter und es geht ja auch nur indem man auch einen Stolz hat und ein Identitätsgefühl.

00:17:55: Du hattest ja gesagt, dass du bis zum ersten Mal nach Indien bist.

00:17:59: Du arbeitest für eine Firma der Inhaber.

00:18:03: Den hatte ich auch schon mal im Podcast in Andreas Hättich.

00:18:05: Der sagt immer, flappsig!

00:18:07: Wir produzieren das was übrig bleibt wenn die Küche abgebrannt ist.

00:18:11: Also schaniere alles was die Bewegungen ermöglicht.

00:18:15: Was war denn deine Mission als du zu den Änderungen?

00:18:20: Ich würde das vielleicht gerne nochmal anders frameen, er hat natürlich recht.

00:18:24: Aber was ich viel schöner finde wir sind in jedem Haushalt weltweit vertreten mit den Lösungen die wir anbieten und ich glaube es gibt noch mal viel wärmeres Gefühl und also dafür stehen war global.

00:18:38: Und ja, das hat mich dann schlussendlich auch nach Indien gebracht.

00:18:44: In einem Land mit heute eine Million Menschen, insbesondere näher an diese Menschen heranzukommen und die Produkte mit den Lösungen, die wir anbieten.

00:18:54: Insofern war es im Jahr two-thousand dreizehn mein Auftrag, meinen Ansatz auf einer grünen Wiese in Gujarat, im Stadt Gujarad wo die übrigens auch herkommt.

00:19:08: In der Stadt Vadodara unsere erste Fabrik aufzubauen.

00:19:12: also ich habe mal Maschinenbau studiert, hab einen technischen Hintergrund und zu der Zeit für die Firma hätte ich als Projektingenieur gearbeitet Und daraus hat sich dann die Möglichkeit ergeben.

00:19:28: Helf doch mal bitte unseren Menschen, unseren Kollegen in Indien wo wir bis dato nur über Vertrieb und Marketing unterwegs waren lokal eine Fabrik aufzubauen mit einem lokalen Produkt für den lokalten Markt Auf einer grünen Wiese.

00:19:46: und wenn du das dann alles gemacht hast Dann kannst du den Schlüssel an die lokale Gesellschaft wieder übergeben und dann kommst du bitte zurück nach Deutschland, weil da brauchen wir dich ja auch wieder.

00:19:55: Und wir freuen uns wenn du auch wieder gesund im Munder mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurückkommst.

00:20:01: Ja spannend!

00:20:02: Und auf einer grünen Wiese was aufzubauen in der völlig fremden Kultur für dich ist ja schon ein Abenteuer?

00:20:09: Was war denn ... Wenn du so zurück denkst für dich augenscheinlich typische Deutschland denke wo du erstmal dich neu sortieren musstest, weil du mit dieser Deutschlanddenke überhaupt nicht weiterkommst in Indien.

00:20:22: Also ich glaube gerade im Projektgeschäft oder im Projekt geht man eher mit einer Checkliste erst mal los also die typische deutsche Checkliste nach Meilenstein was alles gemacht werden muss bis ins letzte Detail.

00:20:39: Und mit dieser Checkliste bin ich im Gepäck danach tatsächlich nach Indien geflogen und habe dann meinen indischen Kollegen damit konfrontiert.

00:20:49: Da wurde immer fleißig-und freundlich ja zugesagt, aber am Ende des Tages hatte die nicht lange Bestand die Checkliste sondern ich musste mich einfach daran gewöhnen dass es auch Umwege geht, die nicht unbedingt dazu führen das ein Projekt jetzt in die Länge gezogen wird oder dass ein Projekt länger dauert, unter der Qualität in der Ausführung leidet.

00:21:11: Sondern dass der indische Weg manchmal anders ist aber das andere nicht unbedingt verkehrt ist.

00:21:17: und das war mein größtes Lessons Learned.

00:21:20: also diese schwarz-weiß Denke die Checkliste denke Das durchaus durchweg lineare Denken der Deutschen, was glaube ich Teil unserer DNA ist.

00:21:29: Was uns ja auch sehr erfolgreich gemacht hat in der Vergangenheit Der Perfektionismus Dass da in den Tatsächlichen halt auch wirklich Welten aufeinander knallen und Ich hatte mal zu meiner Zeit in Tschechien ein Buch gelesen dass das ich glaube der Titel war perfekt geplant und genial improvisiert Und da habe ich mich dann tatsächlich auch wieder gefunden.

00:21:55: Da ging es wirklich um das deutsche perfekte Planen mit dem Indischen, mit dem Genial improvisieren.

00:22:01: und wenn man beide Welten miteinander verbinden kann, weil man das wirklich zulassen kann als Deutscher sich darauf einzulassen – ich glaube, dann verbindet man beide Welt in ihren Stärken und dann wird man auch erfolgreich sein!

00:22:16: Sind es dann zwei Sachen, die nebeneinander existieren und immer wieder miteinander ringen?

00:22:20: Oder entwickelst du die indischen Kollegen in diese strukturierte Denke um improvisieren zu vermeiden.

00:22:27: Improvisieren klingt ja elegant aber das heißt ja auch viele unnötige Probleme Feuer löschen und viel Stress und Hektik während man effizienten Weg geht wenn man ihn eben vorher plant und sich dann auch dran hält.

00:22:39: also wie würdest du da die Richtung sehen?

00:22:41: passt du dich mehr den Innern an oder schaffst du es Sie dafür zu begeistern und zu inspirieren, dass man auch einen anderen Weg gehen kann.

00:22:48: Ich muss ganz ehrlich sagen ich war am Anfang sicherlich so ein bisschen missionarisch unterwegs und hab's mal versucht aber das habe ich dann auch schnell aufgegeben.

00:22:58: also ich glaube dann dann man reibt sich dann auf tatsächlich zu sehr auf im Idealismus zu sagen man kann jetzt eine ganze Organisation und wir sprechen von fast zwei tausend Menschen die war hier in Indien bei uns angestellt haben, die zweitausend Menschen alle oben zu schiften und aus denen vom Ansatz her eher eine deutsche DNA durchzusetzen.

00:23:28: Das wird nicht funktionieren.

00:23:30: also wichtig ist wirklich beide Welten miteinander zu verbinden und ich musste halt schon lernen dass ich mich erstmal ganz ganz bewusst und das war auch ne schöne Reise mehr auf den indischen Way of doing business einlassen muss um mich dann halt auch erstmal selber zu finden in dem neuen System, indem ich dann unterwegs bin.

00:23:53: Um daraus heraus dann ein Stück weit zu erkennen was ist jetzt einfach nur anders oder wo ist das anders halt auch limitierend und dann aber auch bewusst und klar meine Führungsmannschaft mit auf die Reise zu nehmen und vielleicht ein Stück weit mehr deutsches Denken mit reinzubringen.

00:24:10: Aber am Ende des Tages, glaube ich, haben wir das ganz gut hinbekommen bisher.

00:24:14: Und ich kann gar nicht sagen ob da jetzt irgendwie mehr Deutsch rangehen oder mehr Indisch rangehen.

00:24:19: Am Ende des Tags versuchen wir wirklich beide Welten miteinander perfekt zu verbinden.

00:24:23: Ich glaube auch nur dann sind wir wirklich erfolgreich in Indien wenn wir beides miteinander verbinden können.

00:24:31: Es ist ja manchmal so wie bei einem sehr erfahrenen Bäcker, der macht einfach geniales Brot und wenn man ihn dann fragt.

00:24:38: Wie machst du das?

00:24:38: Kann das irgendwie nicht erklären weil es in Fleisch und Blut übergegangen ist.

00:24:43: Wenn du jetzt sage ich mal als Anführer sozusagen der Bäcker bist und mal an deine Führungstil... Kniffe denkst und versuchst mal sichtbar zu machen, gibt es denn so ein oder zwei Kniffe gerade wenn du dich mit den Leuten abstimmst?

00:25:01: Dass das dann auch um eine Verbindlichkeit geht.

00:25:03: Wenn man to do's vereinbart dass sie dann auch rechtzeitig in der Qualität wie vereinbart abliefern.

00:25:09: Gibt es da irgendwas wenn du so drauf guckst wo du vielleicht doch Muster erkennst die Du verwendest um wirkungsvoll zu sein weil darum geht ja am Ende des Tages wirklich voll zu sein?

00:25:19: also ich glaube Was das Thema Führung betrifft, habe ich mich jetzt nicht großartig geändert.

00:25:27: Es kommt von innen heraus.

00:25:30: Ich würde mein Führungsstil als klar unternehmerisch menschenorientiert bezeichnen.

00:25:37: gerade dass Menschen orientiert in einem kulturell diversen Umfeld ist wichtig und da unterscheiden auch Nurengsen ob man es für dich

00:25:47: Menschen orientieren

00:25:49: Menschen orientiert ist unter anderem natürlich das also den menschen im mittelpunkt zu stellen und dem mensch dann auch nicht nur zuzuhören sondern auch zu verstehen wo er herkommt.

00:26:00: Und woher kommt kann natürlich total divers sein hier in dem kontext, es ist natürlich aus welchem kulturellen kontext der mensch kommt und welches paket er gerade mit sich schleppt aus dem kontex heraus und wo da möglicherweise halt auch konflikte aus unterschiedlichen welten aufeinander zukommen.

00:26:20: Also das ist für mich das Thema Menschenorientiert.

00:26:23: jetzt im kulturellen Kontext, muss man das natürlich stark berücksichtigen.

00:26:31: Mir ist wichtig natürlich auch dahingehend dann Richtung zu geben Kontextverantwortung einzufordern, Entscheidungen nicht endlos zu vertagen.

00:26:43: Gerade dann wenn Situationen komplex oder unbequem sind.

00:26:48: Das ist natürlich schwierig auch wieder kulturell zu verstehen.

00:26:51: man befindet sich in der Schleife.

00:26:54: Wann ist das das indische Jahr?

00:26:56: vielleicht dann auch mal ein Nein und da ist es natürlich wichtig dass man auch ein Stück weit viel näher dran ist an den Menschen.

00:27:04: und da komme ich wieder zum Thema Menschen orientiert Als man es vielleicht jetzt aus einem deutschen Management-Context herausgewohnt ist, zu sagen ich schreibe jetzt eine E-Mail.

00:27:14: Schreib das Ziel des Datum und die Erwartungshaltung dahinter und lasst dann ein Monat ins Land gehen.

00:27:20: Das ist im indischen Kontext eher problematisch und schwierig.

00:27:25: also da muss man schon enger führen viel länger

00:27:29: Auch über den beruflichen Alltag hinaus.

00:27:31: Also bist du dann irgendwann auch so wie der Vermieter, der bei den Mitarbeitern durch die Tür fällt weil sie offen ist?

00:27:36: Muss man sich auch privat treffen um diese Verzahnung hinzukriegen oder reicht es wenn man sich auf dem berufliche Kontext begrenzt?

00:27:43: Ich glaube in Indien beruflich als auch privat Vertrauen ist die Basis Währenddessen Es sind Deutschland natürlich auch immer um vertrauen geht.

00:27:58: richtig und wichtig, aber es wird viel mehr Energie und Zeit gerade im beruflichen Netz auch in das Beziehungsmanagement investiert.

00:28:12: Also wenn ich einen Kunden zum ersten Mal treffe dann sprechen wir überhaupt nicht übers Business, dann sprechen erst mal über Familie Und was jeder so für Werte mitbringt und ob diese Werte korrelieren, ob das zusammenpasst.

00:28:27: Dann kriegt man auch erst mal ganz bewusst ganz lange Tee in den indischen Tsai und man trifft sich zwei drei Mal und erst dann wird entschieden passt es zwischen menschlich ja oder nein?

00:28:42: Und wenn es zwischenmenschlich passt, dann passt tatsächlich kein Blatt Papier mehr dazwischen mit reingetragen.

00:28:51: Und das ist im privaten Umfeld ähnlich, also wenn ich gesagt habe auf der einen Seite wird einem schnell die Tür aufgemacht Die wird auch überhaupt nicht wieder zu gemacht.

00:29:04: aber ob man dann wirklich aufgenommen wird in den familiären Kernen In dem engeren Kreis Das hat halt auch mitunter damit zu tun wie man sich bemüht.

00:29:17: Und wenn man in Indien natürlich Anschluss finden möchte neben dem beruflichen auch im privaten, muss man viel mehr Energie für das Thema Beziehungsmanagement und Vertrauen aufwenden.

00:29:27: Weil es wir jetzt möglicherweise aus unserem deutschen Kontext herausgewohnt sind.

00:29:34: Also ich habe verstanden dass man sich zwei-drei Mal trifft und erstmal über alles Mögliche redet bis man merkt, dass die Beziehungen die Werte passen und dann geht so langsam in das berufliche Über.

00:29:43: das ist ja eine wahnsinnige Nichtgeschwindigkeit also Ein sehr langsames vorgehen und auf der anderen Seite leben ja in einer Welt wo wahnsinnig Druck ist, Ergebnisdruckgeschwindigkeit Wettbewerb.

00:29:58: Wie passt das denn zusammen?

00:29:59: Ihr seid ja nicht im Friede Freude Sonnenschein Paradies sondern ihr habt ja auch all diesen Druck und diese ich sag mal kapitalistischen Strömungen die jeden Tag auf uns einprasseln.

00:30:10: wie geht das zusammen?

00:30:11: Ist das wirklich so tiefen entspannt oder wie gehen die Leute mit diesem Konflikt um oder is es gar keiner?

00:30:17: Es ist kein Konflikt in dem Sinne, weil ich glaube es ist eine Analogie auch zu den Kernwerten unseres Unternehmens.

00:30:27: Hätte ich!

00:30:29: Es geht um nachhaltiges Wachstum von Generation zur Generation also jetzt nicht in Quartalszielen gedacht sondern weit darüber hinaus.

00:30:40: und die Zeit die ich am Anfang investiere Die ist dann im Vergleich, im Verhältnis eher belanglos.

00:30:48: Weil die Zeit, die ich gerade am Anfang investiere, die baut das Fundament für eine nachhaltige Zusammenarbeit im Idealfall über Generation hinaus und insofern glaube ich dass da überhaupt kein Widerspruch ist und dadurch ist es auch viel einfacher mit dem gegenseitigen Vertrauen und der Wertschätzung, die man hat auch durch schwierige Zeiten durchzustollen.

00:31:18: Brichst du ja Vertrauen an?

00:31:19: Vertrauen sagen ja einige braucht lange Zeit bis es sich entwickelt.

00:31:26: wenn man viel reißt finde ich merkt man aber auch das Gegenteil nämlich Vertrauen entsteht in Bruchteilen von Sekunden nämlich indem man sich entscheidet in einer fremden Stadt zum Beispiel den Taxi zu steigen vertraue ich ja auch der Person.

00:31:36: das heißt also ich glaube dass Vertrauen eher brutal schnell ist und deswegen auch ein Evolutionssprung für uns Menschen ist, dass wir mit wildfremden Leuten es schaffen diese Vertrauensbrücke zu bauen und das Risiko bewusst einzugehen möglicherweise auch enttäuscht oder verletzt zu werden.

00:31:54: Wenn man jetzt so wie du das darstellt eine Kultur hat die sehr auf Vertrauen basiert und wo man auf diesen zwischenmenschlichen Art ist ja eine sehr werteorientierte Miteinander dann kommt das Geschäftsleben und dann kommt ja auch Geld ins Spiel.

00:32:07: Man sagt zumindest im deutschsprachigen Raum auch bei Geld hört die Freundschaft auf und dann gibt es ja auch Konflikte, Enttäuschung irgendwas was ich das menschelt eben.

00:32:18: Und manchmal erlebt man ja auch in Deutschland sehe ich dass auch bei meinen Kunden das langjährige Partnerschaften auf einmal durch brutal kalte rein rationale Entscheidungen einfach beendet oder aufs Spiel gesetzt werden.

00:32:31: Gibt es dann solche radikalen Kurswechsel in Indien nicht?

00:32:34: Also kann man sich darauf verlassen, dass wenn da ein Problem entstehen.

00:32:36: Man auch wirklich offen direkt miteinander spricht ums zu lösen.

00:32:40: oder knallt das dann auch um das Menschelt.

00:32:43: Ich bin mir sicher, dass es diese radikalen Entscheidungen gibt.

00:32:49: Ich glaube die Ausschläge sind wesentlich geringer als wir es tatsächlich jetzt in Deutschland und aus Europa herausgewohnt sind.

00:32:56: sprich die Häufigkeit.

00:32:58: Also ich kann jetzt auch nur wirklich aus meinen persönlichen Erfahrungswerten sprechen, in den Jahren Jahrzehnte und seit zwanzig zwei bis sechs Jahre Indien.

00:33:08: Der indische Marktinsumme ist natürlich sehr fragmentiert, wo oftmals tatsächlich eine Familie hintersteht Möbel, Herstellern, OEM führt und in der zweiten ditten Generation weiterentwickelt.

00:33:31: Und da dann wirklich eine Beziehungsebene bis zum Eigentümer üblicherweise besteht.

00:33:40: Da ist es tatsächlich so, dass die Beziehungen über allem steht und das finanzielle natürlich auch passen muss.

00:33:50: Das ist klar, am Ende des Tages muss es ein Win-Win für beide Partner sein.

00:33:55: Wo man dann aber wirklich bereit ist daran auf Transparenz zu arbeiten.

00:33:59: Von daher glaube ich in diesem fragmentierten Markt zählen Werte momentan und ich glaube auch in der Zukunft noch viel mehr gemeinsame Werte als eine kurzfristige Gewinnverbesserung auf der einen Seite.

00:34:14: von daher... Ist das Miteinander aus einem beruflichen Kontext viel stärker ausgeprägt als wir es gewohnen sind in Deutschland?

00:34:26: Also ich habe in meinem Herzen zwei Stimmen, wenn ich über diese Themen nachdenke.

00:34:31: Das eine ist so ein kindlicher Glaube dass Unternehmen auch werte Gemeinschaften sind.

00:34:37: Ich spreche dann positiv von einem eingeschworenen Clan wie früher in der Steppe.

00:34:42: Es darf keinen Feind im eigenen Lager geben und man steht füreinander ein, eben gut wie in schlechten Zeiten.

00:34:48: Und jeder leistet auch seinen Beitrag.

00:34:51: So auf der anderen Seite ist dann aber die Realität da dass Leute halt auch entlassen werden wenn es nicht gut läuft das es Low Performer gibt die nicht Vollgas geben oder ob denen es auch egal ist wenn eine Schlechtleistung mit ihrem Namen verbunden ist die im Zweifel Durchkündigungsschutz und Co Ich sag mal, sich immer auf fünfzig Prozent plus eins bewegen so dass sie eben auch nicht zukündigen sind und so weiter.

00:35:15: Und da merkt man dann okay Unternehmen sind irgendwie dann doch Zweckgemeinschaften weil es ein Arbeitsvertrag gibt.

00:35:19: man tauscht Geld gegen Leistung.

00:35:21: und irgendwo in diesem Spannungsfeld gebe ich mir zumindest Mühe immer nach dem Traum zu streben das ist eben doch diese eingeschworenen Gemeinschaftens ist Wie erlebst du das denn bei euch in der Firma in Indien speziell?

00:35:35: also Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, aber es ist auch eine sportliche Gemeinschafe mit ambitionierten Zielen und so würde ich tatsächlich auch die Gesellschaft in Indien beschreiben.

00:35:49: Man kann sich das vorstellen wenn es eins vier Milliarden Menschen gibt dann geht es halt auch darum, sich bestmöglich zu positionieren und zu qualifizieren für die wenigen tollen Jobs, die es im Land gibt.

00:36:09: In Indien gibt's aus meiner Sicht wirklich ein grundlegendes Motiv was sich unterscheidet von uns in der westlichen Welt.

00:36:17: Man darf nicht vergessen, wo Indien herkommt und das ist tatsächlich leider halt auch noch eine große Anzahl von ärmeren Menschen im Land gibt die wirklich dafür Sorge tragen müssen dass zu Hause auf dem Tisch was zu essen und trinken kommt.

00:36:39: Das, was wir jetzt aus unserer deutschen Perspektive vor siebzig, achtzig, neunzig Jahren erlebt haben, das ist halt tatsächlich noch Gang und Gebe in Indien bei einem Großteil der Bevölkerung.

00:36:52: Und daraus resultiert natürlich eine intrinsische Motivation immer ein Stück weit mehr zu machen, aus seiner Komfortzone herauszukommen um einfach sicherzustellen dass man gesehen wird als Talent.

00:37:08: Dass man gefördert wird innerhalb des Unternehmens oder halt auch wenn man dort nicht weiter kommt in einem anderen Unternehmen.

00:37:16: also sprich das Thema Fluktuation ist wirklich eine große Herausforderung für uns und da geht es jetzt im Wesentlichen.

00:37:22: weniger habe ich jetzt eine tolle Work-Life Balance im Unternehmen, sondern es geht vielmehr darum werde ich in dem Unternehmen gefordert und gefördert.

00:37:32: Habe ich Aufstiegsmöglichkeiten?

00:37:36: Passt das Einkommensniveau oder gehe ich dann doch mal eher nach links oder rechts?

00:37:43: Das heißt aus der Perspektive alleine ist ein deutlicher Wettbewerbsgedanke vorhanden der dann auch wirklich dafür sorgt, dass jetzt auch auf oberen Schichten da geht es halt eher um das Thema Pristisch ansehen.

00:38:05: Auch selbst da ist größtenteils um das thema wettbewerb geht also die.

00:38:13: Ich meine damit ganz konkret, dass die Kids jetzt auf eine Schule gehen in Indien.

00:38:20: Die ihre Mittelschool abschließen.

00:38:23: Das ist nach wie vor ein Großteil dieser Kids.

00:38:25: wenn die Eltern sich das dann erlauben können, dass sie aus dem Land rausgehen.

00:38:29: Dass sie in London auf einer Schule sind und dass sie in New York studieren.

00:38:33: Dass Sie in Singapur studieren!

00:38:35: Das ist vom Ansehen ja nach wie vore sehr wichtig.

00:38:39: Die kommen dann zurück und haben eine entsprechende Qualifikation vorzuweisen.

00:38:45: Und die wollen natürlich dann auch höher, schneller weiter.

00:38:49: In Summe ergibt sich dadurch ein Ecosystem was total auf Wettbewerb aus ist.

00:38:58: Das ist schon so in Indien.

00:39:02: Wie sieht es mit sozialer Absicherung aus?

00:39:04: So Lohnvorzahlung im Krankheitsfall, Elterngeld oder gibt's sowas?

00:39:08: Oder ist man da mehr auf sich gestellt?

00:39:11: Ja, also ich glaube man kann das jetzt nicht mit unserem Sozialversicherungssystem in Deutschland vergleichen.

00:39:19: Es gibt eine Art Absicherung aber die ist breit und nicht da was wir so bewohnt sind.

00:39:29: Also es gibt keine Arbeitslosenversicherung in dem Sinne wenn man nicht arbeitet gibt's kein Geld.

00:39:35: Es gibts eine Krankenversicherung solange man angestellt.

00:39:39: Wenn man nicht mehr arbeitet, hat man auch keine Krankenversicherung.

00:39:44: Und muss es dann den Arztbesuch aus der eigenen Tasche bezahlen?

00:39:48: Also insofern ist das Sozialsystem in Indien bei Weitem noch nicht da vergleichbar zu dem was wir so kennen also im Umfeld oder was.

00:39:59: Ja

00:39:59: ich wage mal eine scharfe Formulierung aber sie ist lieb gemeint.

00:40:06: Man könnte sich auch andersrum formulieren dass das sozial System das gewünschte Verhalten verstärkt.

00:40:12: Also bring dich ein, je arbeiten und sei gut weil dann passiert ja auch nichts.

00:40:20: Ja könnte man so beschreiben.

00:40:23: Vor einer Seite muss man halt auch gucken.

00:40:24: ich glaube dass Sozialsystem was wir heute in Deutschland haben das gab's so siebzig-achtzig Jahren noch nicht Und man muss erst mal da hinkommen einen gewissen Überschuss erzählt, der dann halt in die Sozialkassen einfließen kann.

00:40:38: und da ist Indien noch nicht.

00:40:40: Insofern ist das auch die Realität.

00:40:45: Ich habe mal was mit einem Auge aufgeschnappt.

00:40:47: Ich hab in der Vorbereitung für unser Gespräch nochmal gesucht ob ich die Quelle finde.

00:40:52: leider habe ich es jetzt nicht mehr gefunden.

00:40:55: aber ich beziehe mich jetzt mal auf meine Erinnerung und mal gucken ob sie denn stimmt.

00:40:58: wenn ich korrigiere es bitte.

00:41:00: Ich meine, dass ich mal aufgeschnappt habe irgendwo.

00:41:03: Dass es wie so eine Art internen Wettbewerb bei Hättig gibt.

00:41:08: Nämlich das Indien... Also Indien hättig, Hättigh-Indien danach strebt der größte Player in der Hättiggruppe zu werden.

00:41:19: Ist das sowieso ein interner olympischer Geist?

00:41:21: Dass ihr in Indien sagt ja, es gibt ja mehrere Hubs.

00:41:23: Da sag' ich mal, ihr seid ja in den USA unterwegs, Europa, China und Indien dass es da so ein Ranking gibt und dann auch in so einem sportlicher Ärgerz entsteht.

00:41:31: oder habe ich das falsch aufgeschnappt?

00:41:34: Nee, nee.

00:41:38: Das ist nicht da.

00:41:39: Ich glaube, Ingen entwickelt sich von Innen heraus aus einem Bindemarktgedanken heraus.

00:41:45: Man muss einfach sehen.

00:41:46: Ein bis vier Milliarden Menschen sind plus-minus sechshundert Millionen Menschen zwischen achtzehn und dreißig Jahren alt eine schnell wachsende Mittelschicht.

00:42:00: Da haben wir natürlich aus einer gesamtunternehmerischen Perspektive schon den Anspruch dann halt auch im Land zu sein, so nah wie möglich am Kunden zu sein und die Trends des Mates mitzugehen um uns entsprechend zu positionieren.

00:42:17: Und wenn das am Ende des Tages dazu führt... dass wir schneller wachsen als andere Märkte, dann ist das gut für das gesamte Unternehmen.

00:42:27: Und daraus leiten wir natürlich auch unsere globalen Strategien ab, wenn es um das Thema Produktion zum Beispiel geht und hier geht's ja um viel globalere Themen wie zum Beispiel seine Supply Chain auch abzusichern.

00:42:43: Leider sehen wir heute wo... wo auf der globalen Landkarte überall Konflikte herrschen von verschiedenster Natur und wo wir halt auch Herausforderungen haben, was unsere Lieferketten betrifft.

00:42:57: Und da versuchen wir uns natürlich logisch divers aufzustellen und bei einem großen Binnenmarkt wie Indien macht es dann natürlich auch durchaus Sinn alleine darüber, gewisse Investitionen wieder zu rechtfertigen und aus Indien heraus möglicherweise dann mehr und mehr dann halt auch in die Welt zu liefern.

00:43:19: Von daher internen Wettbewerb gibt es in dem Sinne nicht.

00:43:23: das sind einfach logische Entscheidungen auf einer globalen Landkarte und Indien ist ein Markt.

00:43:31: Aus unserer Industrie heraus dürfen wir bald auch nicht vergessen, dass das USA und China natürlich auch wahnsinnig attraktive Märkte für uns sind.

00:43:39: Wo wir weiterhin strategisch unser Auge darauf haben und auch weiterhin strategich investieren.

00:43:44: Und gleichzeitig natürlich Europa und insbesondere auch Deutschland Unsere Homebase ist, wo wir wichtige strategische Kunden direkt um uns herum haben unser Headquarter und wir am Ende des Tages ausbalancieren.

00:43:58: Aus einem globalen Kontext heraus, wo wie gerade was machen und ich glaube darauf kommt es dann am Ende.

00:44:07: Du hast den Anteil der jungen Bevölkerung angesprochen, ich habe mal geschaut.

00:44:36: nur bezogen auf die Arbeitsbevölkerung und vierzehn Prozent pro Jahr wachsen.

00:44:40: Das ist natürlich gigantisch, weil man braucht ja damit eine Gesellschaft vital bleibt eben auch nachwuchs.

00:44:47: in Deutschland und den vielen anderen westlichen Nationen haben wir genau den anderen Trend.

00:44:52: es gibt immer weniger Kinder.

00:44:54: was würdest du denn sagen?

00:44:54: warum isst anscheinend Indien so ein kinderfreundliches Land das so eine hohe Bevölkerungswachstum dort stattfindet?

00:45:02: Siehst Du da Faktoren die dir ins Auge springt die dass unterstützen?

00:45:08: Ja, ich glaube also wenn man parallelen sieht obwohl Indien natürlich mittlerweile deutlich weiter ist als viele Länder im afrikanischen Kontinent.

00:45:19: aber da sind natürlich auch wahnsinnig hohe Geburtenraten.

00:45:22: Wenn man Nigeria als Beispiel nimmt und wenn man damals guckt für zwei tausend fünfzig oder zweitausend einhundert was dafür Wert hochgerechnet werden das ist Wahnsinn da jetzt wirklich die Realität mal gesehen hat, auch viel mit Bildung zu tun nach wie vor in so einer in den ländlicheren Regionen.

00:45:41: Währenddessen in Metropolitan regions also in den Metropolregionen wie jetzt Mumbai, Delhi, Bangalore das sind ja alles Städte mit zwanzig oder mehr Millionen Einwohnern Die Inder nennen das nuclear families.

00:46:00: Also das sind dann halt Das ist ein Pärchen mit maximal einen, bis zwei Kindern.

00:46:07: Das ist dann halt schon eher der Trend jetzt in Regionen und Indien wo die weiterentwickelt sind als andere Regionen.

00:46:17: von daher glaube ich dass es tatsächlich mit der Bildung zu tun hat warum die Geburtenrate in Indien nach wie vor relativ hoch ist im Vergleich zu anderen Ländern.

00:46:28: Und dann kommt natürlich auch hinzu dass der Kostoff Living, also sorry manchmal verliere ich mal im Vokabular, Lebenshaltungskosten natürlich in Europa und auch in China mittlerweile so hoch sind.

00:46:47: Dass beide Lebenspartner idealerweise Vollzeit arbeiten und das natürlich auch ein Motiv wird warum man nur einen Kind oder möglicherweise gar kein Kind In die Welt setzt währenddessen in den Dienen und das ist schon was Schönes in der Kultur.

00:47:04: Das ist vielleicht auch ein Argument, da bin ich bei dir.

00:47:08: Da ist es dann halt wie es in Deutschland mal Gang und Gebe war, vielleicht vor fünfzig, sechszig, siebzig Jahren dass Oma und Opa und die ganze Familie im Idealfall unter einem Dach leben Und dann trotzdem ja möglichen, dass man und Frau zusammen arbeiten können.

00:47:23: Und Oma und Opa dann auf die Kinder zu Hause aufpassen.

00:47:25: Sprich, man hat da ein ganzes Supporting-System um sich herum und kann den Kopf dann halt befreit.

00:47:33: Kann man in den Alltag gehen?

00:47:36: Und dann trifft man die Entscheidung vielleicht doch mal eins oder zwei Kinder mehr an die Welt zu bringen.

00:47:41: Also von daher ich glaube... In der Wohlstandsgesellschaft, in der wir unterwegs sind.

00:47:48: In vielen Teilen auch Europas und in der westlichen Welt ist es leider so dass wir halt aufgrund der Lebenshaltungskosten teilweise gar nicht mehr die Möglichkeiten haben währenddessen das in Ländern wie Indien dann doch noch anders ist.

00:48:04: Stichwort Kinder du bist ja auch damals zwanzig dreizehn nicht alleine nach Indien sondern du hast ja auch Familie gehabt.

00:48:12: Wie

00:48:12: viel wart ihr, als ihr rüber seid?

00:48:14: Wir sind zu zweit rüber.

00:48:18: Und zu der Zeit war ich auch noch nicht verheiratet und das war dann tatsächlich eine Abenteuer.

00:48:25: zu zweite was auch schön war so konnten wir wirklich in Indien jetzt ohne den Ballast von Kleinkindern Das ist ja doch nochmal ein deutliches anderes Abenteu, das wir später erleben durften durften wir Land und Kultur und Mensch kennenlernen, waren logistisch dann halt auch entsprechend flexibler aufgestellt was auch eine ganz tolle Erfahrung war.

00:48:51: Als wir dann in den Jahr zwanzig-zweiundzwanzig wieder zurück nach Indien gekommen sind, sind wir nicht mehr zu zweit sondern zu viertmache Indien gereist.

00:49:02: In der Zwischenzeit sind zwei gesunde Jungs dazugekommen, Zwillinge die in Prag geboren wurden In Tschechien.

00:49:11: Und die mittlerweile acht Jahre alt sind, oder acht Jahre old werden jetzt im Juni und die ja voll gesettelt sind jetzt hier auch in Indien in Mumbai auf eine internationale Schule gehen.

00:49:25: viele internationale Freunde haben aber insbesondere auch viele indische Freunde haben und sich auch sehr sehr wohlfühlen hier.

00:49:34: Es wird sein sagen, wenn man mit Kindern und kleinen Kindern nach Indien oder Mumbai zieht und dort lebt.

00:49:40: Was sind denn so die wesentlichen Herausforderungen?

00:49:42: Das ist ja wahrscheinlich ein völlig anderer Alltag als wenn man hier in einem kleinen Städtchen wohnt und im Zweifel zu Fuß zur Schule geht.

00:49:50: Ja was sind so die herausstechenden Punkte da für dich?

00:49:55: Ich

00:49:55: glaube also India ist ja ein Riesenland und ich sage mal Indian ist vergleichbar mit Europa von den Sprachen her, der Kultur her und dem Schlag Mensch.

00:50:08: Es gibt ja durchaus auch Ecken in Indien wo man tatsächlich noch in einem kleinen beschaulichen Umfeld aufwachsen kann wo man dann auch zu Fuß zur Schule geht also ähnlich zu dem was wir gewohnt sind.

00:50:22: aber im Mumbai ist das schwierig und ich glaube dass es auch tatsächlich die größte umstellung gewesen Diese Freiheit zu haben, ich mache meine Tür auf und gehe in meinen eigenen Garten.

00:50:34: Und aus dem Garten heraus idealerweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad mache jetzt eine schöne Fahrradtour in die Natur.

00:50:44: Das ist natürlich in der Großstadt wie in vielen anderen Metropolen in der Welt eben so schwierig.

00:50:55: Der der Freiheitsgrad ist deutlich limitierender und dann kommt natürlich das Verkehrsgarass hinzu.

00:51:00: Also selbst wenn man es zu Hause in den eigenen vier Renten schön hat, heißt es nicht dass man sich frei auf ein Bürgersteig bewegen kann.

00:51:08: Den gibt es oftmals gar nicht.

00:51:09: Man ist direkt voll im Verkehr Und das war dann für unsere Jungs sicherlich ja die größte und schwierigste Umstellung.

00:51:18: tatsächlich Hache weniger weil sie sind in einem englischsprachigen Umfeld groß geworden Das Essen natürlich sehr, sehr scharf.

00:51:29: Da war selbst die Pizza, die man sich bestellt.

00:51:32: Die Pizza Margherita, die war dann scharf weil die Grundsubstanze, die Tomatensoße mit Chili angewürzt wurde und das hat dann doch tatsächlich eine Zeit lang gedauert.

00:51:43: ehrlich gesagt bis heute sogar nach vier Jahren ist die Würze, Schärfe, indische Spice der Challenge die Jungs da viel vor.

00:51:53: Es

00:51:55: treibt dich als Vater von zwei achtjährigen Jungs um.

00:51:58: Was bereitet dir vielleicht auch Sorgen, wenn du so an die Kids oder das Umfeld denkst in dem sie groß werden?

00:52:05: Also natürlich hat man auch immer Sorgen aber ich sehe auch tatsächlich eher die Möglichkeiten Kinder zu erziehen im Umfeld was multikulturell ist mit Kindern, die aus der gesamten Welt kommen.

00:52:28: Wir haben in der Schule über sechzig Nationen und das ist durchaus beeindruckend und schön dann auch zu sehen wie vorurteilsfrei die Jungs in dem Umfeld groß werden und da hauptfarben kulturelle Hintergründe überhaupt keine Rolle spielen.

00:52:47: Und das ist glaube ich ein unschätzbarer Mehrwert in der heutigen Welt und gleichzeitig dann halt auch mehrsprachig aufwachsen.

00:52:56: Und dadurch natürlich auch ein ganz anderes Weltbild bekommen, nicht nur aus einem Silo herausgedacht – aus Deutschland heraus die Welt zu sehen sondern aus einem anderen... Land heraus, auch sein eigenes Herkunftsland heraus mal zu sehen und zu bewerten finde ich für die Kids ist einfach eine einmalige Möglichkeit.

00:53:19: Und öffnet halt auch Türen für die Zukunft.

00:53:22: was sie mal machen möchten und wo auch immer auf der Welt sie das machen möchten sind Sie dadurch natürlich viel viel flexibler und breiter aufgestellt.

00:53:32: absolut.

00:53:33: Also was du da ansprichst, ist ja die soziale Gleichwertigkeit von Menschen.

00:53:37: Das einfach zu lernen dass egal wo du herkommst oder in welche Himmelsrichtung du betest jeder Mensch gleich wert ist und das man ja nicht mit allem Einverstanden sein muss aber auch lernt die Dinge dann mal so stehen zu lassen und Ja macht es nicht so wichtig wenn man so auf unterschiedliche prallt sag ich mal Gleichsam.

00:53:57: und jetzt komme ich nochmal auf deinen Sportlichen Geist, auch im beruflichen Kontext als Anführer spielst du ja.

00:54:04: Du hast ja vorhin selber gesagt auch Ergebnis orientiert.

00:54:06: das heißt also eine soziale Gleichwertigkeit kann man ja machen Respekt vormiteinander umgehen.

00:54:10: aber sobald es jetzt ums Spiel geht dann wollen wir auch gewinnen.

00:54:14: So habe ich dich kennengelernt und du hast ja auch mal selber gesagt dass für dich erst die Klarheit kommt und dann die Harmonie.

00:54:21: Da würde ich gerne mit dir nochmal reinschauen.

00:54:24: Also dieses Anspruchsvollsein, dieses Gewinnenwollende das hat ja auch was gerade wenn man sagt Klarheit und Vorharmonie von einer Streitkultur.

00:54:34: Ich merke dass in Deutschland da wird uns zwar immer im Ausland gesagt wir seien sehr direkt aber in den Unternehmen selbst ist das Thema Streit Kulturen noch extrem ausbauffähig.

00:54:44: Da gibt es vielleicht mal vorsichtig eine Diskussionskultur aber selbst zum Beispiel zwischen Geschäftsführer und erster Führungsebene erleblich regelmäßig dass man die Hierarchie eben nicht nach oben pinkelt, das heißt sehr viel Zurückhaltung.

00:54:55: Man spricht die Dinge nicht klar aus und sorge davor, dass diese Klarheit gegen einen verwendet

00:55:00: wird.".

00:55:01: Wie ist es denn in deinem Umfeld in Indien?

00:55:04: Stichwort Klarheit vor Harmonie- und Streitkultur.

00:55:07: Lebst du da so wie man das als Deutscher im Anführungszeichen macht oder gehen die Inder dann nicht mit?

00:55:14: oder wie ist da so das Thema Streit Kultur bei euch?

00:55:18: Ja, also ich weiß nicht ob ich das jetzt als Deutscher so mache.

00:55:22: Also ich mach es auf meine Weise und ich glaube einfach aus dem sportlichen Kontext heraus, aus einem professionellen beruflichen Kontex oder aus einem familiären Kontext raus.

00:55:38: was elementar wichtig ist, dass das große Ganze das überruhratnete große, ganz übergeordnete Ziele nicht klar ist.

00:55:50: Weiß man nicht wofür man sich in dem Moment dann auch einsetzt.

00:55:56: und sobald wir einen Konsens getroffen haben auf die zukünftige unternehmerische Ausrichtung oder auf das Projekt was wir unbedingt jetzt gewinnen möchten Dann haben wir Klarheit zu dem, was wir möchten.

00:56:11: Und das ist im Sport die Klarheit, die man hat bevor man in der Saison startet.

00:56:16: wenn man jetzt zum Fußball spricht und sagt Wir wollen die Klasse halten oder wir wollen die Champions League oder wir Wollen die Meisterschaft gewinnen Da committen wir uns alle drauf und dann weiß man auch wofür man sich einsetzt und wofür man sich streitet.

00:56:29: Und das ist aus meiner Sicht der elementare Punkt, und der ist kulturell übergreifend.

00:56:34: Das ist egal in welchem kulturellen Kontext man unterwegs ist.

00:56:40: Ist es wichtig dass man sobald man feststellt objektiv subjektiv, dass es Abweichungen von dem Kurs gibt also schnell wie möglich dann halt das Kernteam zusammen zu bekommen und damit auf einem Visier auf einer sachlichen Art und Weise über diese Abweichung zu sprechen.

00:56:59: und daraus kann es durchaus mal Konflikte geben, was aus meiner Sicht vollkommen okay ist.

00:57:05: Und dazu lade ich dann tatsächlich auch ein weil wir wissen wofür wir uns einsetzen und dafür lohnt es sich tatsächlich dann auch zu streiten absolut.

00:57:17: Du hast vorhin ja auch das Thema Fluctuation erwähnt dass Wahnsinner Druck sage ich mal von der Mannschaft kommt, dass die Bock haben auf Wohlstand und vorwärts zu kommen.

00:57:30: In Deutschland hatten wir auch so einen Arbeitnehmermarkt und ich habe zumindest in meinen Stichproben eine deutliche Tendenz wahrgenommen, dass Führungskräfte vorsichtiger geworden sind mit Klarheit.

00:57:43: Weil man möchte auch nicht zu unbequem sein, nicht zu anspruchsvoll sein weil man könnte ja Leute verprellen und wenn der dann geht, weil ihm das hier zu anstrengend ist, da müssen wir ne neue Person finden.

00:57:53: la la la.

00:57:55: auf der anderen Seite Geht es aber ja nur erfolgreich zu sein, wenn man Klarheit auch vor Harmonie setzt und auf der anderen Seite du hast früher gesagt nicht nur fördert sondern auch fordert.

00:58:05: Und das aber in dem Spannungsfeld der hohen Fluktuation dass die dann sagen Puh Du wenn mir das hier nicht gefällt dann gehe ich irgendwo anders hin.

00:58:11: wie gehst du denn damit um?

00:58:12: hältst du da klare Linien und den Kurs?

00:58:14: bist du anspruchsvoll?

00:58:15: vorderst du und Klarheit Vorharmonie?

00:58:17: oder merkste das die Sorge vor der Fluktuation dich dann doch auch manchmal weicher werden lässt?

00:58:24: Also ich glaube, man sollte niemals Angst getrieben sein in seinen Handlungen und seinen Entscheidungen.

00:58:31: Weil dann geht es meistens in die Hose und ist auch oftmals von der Entscheidung hier weniger nachhaltig.

00:58:38: Von daher würde ich schon sagen mit aller Konsequenz – auch wenn ich das gerne weicher formulieren würde oder fehlt mir gerade das Okapular für Mit aller Konsequenz, wenn das große und ganze klar ist.

00:58:55: Weil am Ende des Tages weiß man wo man hin möchte.

00:58:59: Idealerweise hat man das richtige Team dann auch das Winning-Team dafür zusammen was sich gegenseitig unterstützt Und was halt auch bereit ist, über gewisse Widerstände sich hinwegzusetzen und mit Druck umzugehen.

00:59:18: Weil am Ende des Tages geht es ja wirklich um den Mindset – das große und ganze, was die Klarheit muss da sein, was man erreichen möchte.

00:59:28: Da aus dieser Klarheit heraus wird es oftmals auch oft greifbar, dass der Weg möglicherweise nicht der Einfachste ist auf das Team ankommt und dass man sich gegenseitig in seinen Stärken ergänzt, auch pusht aus der Komfortzone heraus zusammenkommt.

00:59:48: Und dass auf dem Weg, dass man möglicherweise den ein oder anderen dann mal verliert – das ist natürlich schade!

00:59:57: Idealerweise kommen wir alle gemeinsam über die Ziellinie und das ist auch immer das übergeordnete Ziel.

01:00:03: Tatsächlich, AB ist natürlich auch eine Illusion.

01:00:08: Also am Ende des Tages laden wir hin dazu ein Teil des Großen und Ganzen zu sein.

01:00:16: wenn aber der andere auf dem Weg dann sagt ich orientiere mich jetzt mal nach links und rechts Dann ist das halt auch eine Erkenntnis mit der man umgehen muss.

01:00:25: also von daher sollte man dem Druck nicht erliegen, dass man Angst hat von einer externen Fluktuation auf den Weg zur Zielerreichung.

01:00:34: Ich glaube das verlangsamt am Ende des Tages.

01:00:39: Wenn du so sprichst... also ich verstehe was du meinst, dass es nicht so hart klingen soll aber faktisch ist es ja dann die Konsequenz oder das konsequente Verhalten.

01:00:49: denn was mal so, das klingt vielleicht schon ein bisschen netter mir fiel noch einen das Wortpart rigoros zu sein aber nicht rücksichtslos Und ich muss jetzt auch noch mal denken an das, was wir vorhin besprochen haben.

01:01:01: Da hattest du ja erzählt von dieser Vision von Indian Wixit Bharat.

01:01:05: Das ist ja auch rigoros.

01:01:06: also zu sagen Wir wollen die Nummer drei in der weltwei sein dass es ja nicht irgendwie rumgeklenkel sondern das ist rigoros.

01:01:12: da muss man auch Die die harten handlungsstränge Konsequent wie ein berserker einschneiden Sonst kommt man nicht vorwärts aber eben nicht rücksichtslos sein.

01:01:22: und Dieser man könnte auch einfach nur sagen Der wille muss da sein wo ein wille dahin weg.

01:01:28: Und wenn man eben nicht hundert Prozent dahinter steht, dann eiert man rum und macht alles halbherzig und kommt nicht richtig vorwärts.

01:01:35: Absolut!

01:01:38: Ich würde gerne an der Stelle nochmal eine Sache mit dir checken... ich kenne mich in Indien nicht so aus aber das was ich von indischen Kollegen die ich mal kennengelernt habe hier auf dem Weg gehört hab ist dass es wohl eher eine Top-Down Kultur in Indie noch gibt als Bottom Up.

01:01:54: Das heißt also wenn ich so ne Streitkultur haben will Und es wäre top down, das heißt dann ist es ja so dass man eher empfangen will eine klare Ansage aber nicht sich selber positioniert und mal eine kontroverse Meinung vielleicht kundtut.

01:02:08: Bestätigst du das so oder wie wird die Kultur bei den Menschen aktuell empfinden?

01:02:13: Also ich glaube es tatsächlich nach wie vor sehr stark top-down geprägt des land.

01:02:20: Du hattest das mit den umfragewerten gut beschrieben also die Umfragewerte vom Modi, die sind gut.

01:02:28: Siebzig Prozent hattest du glaube

01:02:29: ich gesagt?

01:02:29: Ja genau, ein siebzig,

01:02:32: ja.

01:02:34: Weil er wird im Endeffekt in seiner Rolle auch wirklich als Gottfaser angesehen der für das Land einsteht und damit sind auch durchaus Gefahren verbunden.

01:02:49: also ihm folgen die Menschen Ich will nicht sagen blind, aber mit einem Grundvertrauen.

01:02:57: Und insofern ist es wichtig dass man jetzt wenn man oben ist, wenn man jetzt einen Modi als Beispiel nimmt oder jemanden der ein Unternehmen für mich als Beispiel nehmt In Indien in den kulturellen Kontext das man schon insbesondere auf der Management Ebene keine Boundaries hat, keine gesellschaftlichen Strukturen hat, die zwischen jemandem stehen.

01:03:24: Sondern dass ein erweiterter Managementkreis und ein weiterer Führungskreis um Eindruck mehr rum ist, der einem halt auch seinen Verhalten seiner Entscheidung dann auch wirklich mal zurückspiegeln kritisch hinterfragt in Frage stellt offen den Diskurs geht alles natürlich abgeleitet aus dem großen ganzen Bild auf.

01:03:44: da wieder das Thema barrat Also die Zweitausend-Siemenvierzig-Strategie von Indien.

01:03:51: Das ist das große Übergeordnete, woraus ich dann unter Ziele ableiten und ein Team was dahinter steht, was sich dann halt auch wirklich umgefiltert dafür einsetzt und reflektiert so.

01:04:05: Und da es ganz wichtig ist dass man die Ebene aufbaut.

01:04:11: Die gab's jetzt hier in dem Unternehmen, da hätte ich in der Vergangenheit auch weniger.

01:04:16: Da war es sehr stark top-down übers alte Management getrieben mit einem Team was dahinter steht und wir haben das mittlerweile so gedreht dass es wäre jetzt eine Illusion wenn ich sagen würde dass jeder jetzt offen seine Meinung sagt aber dass wir zumindest einen erweiterten Kreis haben im Führungskreis wo es tatsächlich auch wirklich sofort gelebt wird.

01:04:38: Und aus diesem Führungskreis heraus gibt es dann wieder Netzwerke da drunter.

01:04:45: Und so kascadiert sich das durch die gesamte Organisation hinweg, sodass man schon ein gutes Gespür dafür bekommt.

01:04:52: wo stehe ich jetzt wirklich an der Basis?

01:04:54: Das ist ein bisschen anders als wir es aus Deutschland heraus gewohnt sind, wo wir ja mehr Hierarchie frei unterwegs sind.

01:05:04: aber am Ende des Tages haben wir schon noch den Finger am Puls was auch ganz wichtig ist.

01:05:11: Du warst ja in Indien, war es dann weg und bist wiedergekommen.

01:05:14: Und das Wiederkommen liegt ja daran dass es einen Generationswechsel gab bei euch in der Führung des Landes Indien.

01:05:24: Dein Vorgänger war eine sehr starke prägende Persönlichkeit und jetzt kommst du hast sozusagen dort diese Fußstapfen die er sehr massiv hinterlassen hat.

01:05:37: Ja, schon neuling auch wenn du schon mal da warst aber trotzdem Neuling in dieser Kultur.

01:05:42: Was würdest du denn sagen sind so die Schlüsselkniffe gewesen?

01:05:46: Die Du hingekriegt hast um ja nicht diese Fußstapfen zu füllen sondern eine neue Ära einzuleiten die dann eben durch deinen Geist geprägt ist?

01:05:56: Ich glaube erstmal die Erkenntnis dass diese Fuß stapfe nicht gefüllt werden müssen Sondern zu sagen ich habe meine eigenen Schuhe und Die bringe ich jetzt mit nach Indien und da wachsen wir alle gemeinsam rein in dieses Paar Schuhe.

01:06:12: Ich glaube, die Klarheit zu Beginn war wichtig bevor ich meine Reise angetreten habe.

01:06:16: Die Klarheit hab' ich tatsächlich auch – das war im Wortlaut genauso wie du es gerade gesagt hast!

01:06:22: auch gegenüber dem Team beim Antritt in meiner Antrittsrede im Sinne von da stehen jetzt große Schuhe, die lassen wir da auch mal stehen und ich bring meine eigenen Schuhen mit.

01:06:31: Also das war wirklich auf der Tonspur genauso.

01:06:36: Das ist das eine, dass andere Vertrauen aussprechen.

01:06:40: also ich habe von Beginn an den Team was da war.

01:06:46: auch ohne die Strukturen die hätten da sein sollen habe ich den Menschen das Vertrauen ausgeschmorten, dass die richtigen Menschen im Unternehmen sind.

01:06:54: Wohlwissend, dass wir nicht future ready waren.

01:07:00: bei allen guten was wir gemacht haben in Indien war die Abhängigkeit von einsem Person einfach zu groß und die Skalierung dadurch dann halt auch gefährdet.

01:07:13: Nichtsdestotrotz Oder insbesondere deshalb war es sehr, sehr wichtig vom Beginn an jedem Einzelnen das Vertrauen auszusprechen.

01:07:20: Dass jetzt nicht der Deutsche hier hinkommt und erstmal alles grundlegend infrage stellen, alles grundlegend ändert Sondern wir gehen erst mal gemeinsam auf die Reise.

01:07:29: Das waren so die zwei wesentlichen Faktoren, die mir am Anfang enorm verhelfen.

01:07:35: Ich meine, in dir steckt ja auch ein Sportler.

01:07:39: Wir haben ein paar Mal zwar Sport nur indirekt erwähnt aber du hast ja auch einen ambitioniertes sportlichen Hintergrund.

01:07:47: Was hast Du denn gemacht und vor allen Dingen was von diesem ambitionierten Sportler gehen sag ich mal?

01:07:52: Steck denn heute noch im beruflichen Anführer India?

01:07:57: also ich habe Fußball gespielt das ist also ich hab Beim S-Vormappen lange Zeit Fußball gespielt, die sind jetzt gerade wieder in die dritte Liga aufgestiegen.

01:08:07: Das erfolge ich immer noch gerne ist aber halt auch schon sehr, sehr lange her.

01:08:12: Dieses Winning Mindset ist natürlich was, das glaube jeder Sportler sei es ein Einzelsportler oder ein Teamsportler in sich hat und das ist natürlich etwas, was mich jeden Morgen bewegt wenn ich aufstehe im Sinne von Ja, immer sich und das Team immer ein Stückchen besser zu machen.

01:08:36: Sich ein ganz klares Ziel zu setzen, wofür man sich einsetzt und da drumherum dann halt auch seinen High Performing-Team, sein Winning-Team aufzubauen über das Team mit der Klarheit zu den einzelnen Rollen, zu den Einzelnen Stärken an dem Großen und Ganzen zu arbeiten.

01:09:01: Das ist was, das man gelernt hat im Sport, was sich absolut eins-zu-eins auch ins berufliche übertragen lässt um natürlich dann halt auch mit Drucksituationen umzugehen also auch wenn es mal nicht läuft die Ruhe zu bewahren an seine Stärken zu glauben, an die Stärkung des Kollektivs zu glauben und nicht am großen Ganzen aufzugeben.

01:09:24: Also das sind Werte die sich eins zu eins auch ins berufliche Leben übertragen lassen.

01:09:33: Ja, das was du da beschreibst war ja vor allen Dingen auch das Thema Selbstführung also dass du dich selber da auch ich sag mal im Griff hält und auf Spur hält.

01:09:41: Dein Job ist ja nicht nur in Mumbai zu sein sondern wie viele Länder verantwortest du?

01:09:46: Und wie hoch ist so dein Reiseanteil in deinen Job?

01:09:50: Also grundsätzlich bin ich sehr stark vernetzt auch mit unserer Holding in Kirchlängern, in der Nähe von Herford und habe sehr viele Themen auf einer globalen Ebene.

01:10:02: Wenn wir jetzt von einer Region sprechen die ich veranworte dann ist das durchaus komplex.

01:10:08: also es sind fast sixty-fünf Länder Das ist der afrikanische Kontinent.

01:10:14: Dann ist es Middle East.

01:10:17: Äh, ähm...Egypten, äh, solche Märkte bis hin zu Sarg.

01:10:25: Sarg ist Indien ist ein Teil des, das Sarg und da waren auch andere Länder wie Bangladesch, Nepal, Sri Lanka die dazu gehören wenn?

01:10:34: mein Reiseanteil ist ehrlich gesagt enorm.

01:10:40: ich hab bestimmt hundertzwanzig hundertdreißig Flüge im Jahr ebenso viele Hotelübernachtungen und allein in Indien.

01:10:50: Es ist Wahnsinn, man fährt kaum im Auto oder den Zug.

01:10:55: Man muss meistens fliegen weil das oftmals Verbindungen sind wo man mindestens sechs bis sieben Kilometer unterwegs ist und dann nimmt man bevorzugt eher das Flugzeug tatsächlich.

01:11:11: Also Stichwort Winning Mindset und High Performance, um dich selber vital zu halten.

01:11:16: Vital sowohl körperlich als auch geistig-selig.

01:11:20: was machst du da?

01:11:22: Um dich im vollen Saft zu halten bei diesem ja nicht nur anspruchsvollen Job sondern auch der ganzen Reiselogistik?

01:11:31: Ja Sport noch mehr Sport.

01:11:37: Ich sage mal Dabei geht es ja nicht nur um die körperliche Fitness, sondern insbesondere um die mentale Fitness.

01:11:49: Ich persönlich habe mir leider deswegen aus sich frühzeitig dann halt auch meine Fußballkarriere an den Nagel hängen und hab mir zweimal das Kreuzband gerissen dabei ich gerade zwanzig-einzwanzig Jahre alt.

01:11:59: Dann war der Traum vorbei.

01:12:02: Nichtsdestotrotz habe Solange wie es eben ging, noch weiter Fußball gespielt.

01:12:07: Irgendwann kommt man dann alter wo das dann halt auch schwieriger wird.

01:12:14: ich mach eigentlich jeden Tag etwas also ich gehe nach wie vor gerne joggen Ich geh ins Fitnessstudio.

01:12:23: Ich habe vor zwei Jahren mit Kickboxen angefangen, war es extrem befreit.

01:12:28: Also körperlich und seelisch und dann halt dem positiven Nebeneffekt hat dass man auf einmal wieder super beweglich wird.

01:12:36: Und insofern versuche ich tatsächlich ohne Kompromiss und das ist auch eine Willensfrage jeden Tag was zu machen.

01:12:45: und auch wenn ich am Reisen bin meine Laufshow die sind immer dabei.

01:12:50: Und wenn das bedeutet, dass ich abends um zehn, elf Uhr ins Hotel komme.

01:12:53: Dann geht es trotzdem noch mal eine halbe, drei, vier Stunden aufs Laufband oder halt dann morgens früh bevor ich dann ins Büro fahre oder zum Kunden fahe.

01:13:01: also da mache Ich keine Abstriche weil ich glaube tatsächlich ohne Dass.

01:13:08: Das reisen das verlangt extrem viel vom Körper ab.

01:13:12: Der Stress auch einer positiv ist verlang sehr sehr viel von der mentalen Gesundheit ab und ich kompensiere das über Sport.

01:13:21: Und natürlich dann auch die Kids, die Familie.

01:13:24: Ja... wie viel Energie geben!

01:13:28: Das heißt wann stehst du in der Regel morgens auf?

01:13:31: Also in Indien, das Schöne ist wenn ich in Indiens unterwegs bin da ist keiner vor halb zehn im Büro.

01:13:37: deswegen muss ich nie zu früh aufstehen aber an der Regel stehe ich um sechs Uhr auf.

01:13:45: Geher war auch selten vor, vor elf Uhr, dreißig, zwölf Uhr ins Bett.

01:13:50: Also ich brauche Gott sei Dank nicht mehr als sechs, sechsundhalb schon in Schlaf und komme damit sehr, sehr gut klar.

01:13:55: Ich habe einen sehr tiefen Schlaf.

01:13:58: Und Sport machst du dann eher morgens?

01:14:00: Und hast es abgehakt?

01:14:01: Als Abends, wo ihr nicht mal wieder Tag läuft?

01:14:03: oder macht's lieber abends?

01:14:04: Ich

01:14:04: machs lieber abens.

01:14:05: tatsächlich wenn... Wenn ich das kann mache ich's abends auf jeden Fall weil ich alles was ich so durch den tag dann mit mir schleppe verarbeiten kann und auch das negative.

01:14:16: wenn es was negatives gab, dann halt auch ja aus meinem kopf wieder rauslassen kann.

01:14:23: insofern lieber abends.

01:14:25: Ich bin kein mensch der sich gerne auf so versetzt und ein fernseher anschaltet.

01:14:29: also dass da bin ich zu unruhig für

01:14:34: kann nicht verstehen.

01:14:36: Noch mal zum Thema Selbstführung.

01:14:38: Gibt es Fokusziele, die du dir regelmäßig vor Augen hältst?

01:14:42: Und wenn ja was ist so für dieses Jahr dein Fixsterren am Horizont?

01:14:45: oder wie führst du dich da selber um fokussiert und wirkungsvoll zu bleiben?

01:14:50: Nicht im Tagesgeschäft Tornado sag ich mal unterzugehen.

01:14:56: Also Selbstführungen ist tatsächlich das aus dem Sport nicht mehr heraus?

01:15:01: Natürlich wirklich die Tagesziele und der Anspruch zu sagen, okay ich versuche jeden Tag ein bisschen was zu machen um halt einfach körperlich mental fit zu bleiben.

01:15:10: Ich nimm mir jedes Jahr vor auch...ich würde um wahrscheinlich gerne mal ins Himalaya also das ist mein Traum mal so eine Trackingtour mitzumachen zum Everest Basecamp.

01:15:23: Vierhundert, Fünftausend, Fünfundachmeter.

01:15:28: Allerdings habe ich da damals den bequem Weg mit einem kleinen Flugzeug gemacht und bin dann die letzten Meter hochgelaufen.

01:15:35: das kann man mittlerweile machen ist sehr touristisch aber Ich würde es gerne mal zu Fuß komplett machen.

01:15:40: Das sind allerdings dreizehn vierzehn Tage die man sich dann Zeit nehmen muss Und im Sinne der Selbstführung würde ich mir selber wirklich gerne wünschen dass ich mir die vierzehntage mal nehmen kann Voraus gehabt man du heraus in Nepal zum Everest Basecamp hochgehen kann.

01:16:01: Also ja, das ist so mein Traum.

01:16:06: für dieses Jahr muss ich mal gucken ob es schaffe.

01:16:09: Basecamp oder auch bis hoch an die Spitze dann?

01:16:12: Wenn mein Knie es zulassen würde, würde ich wahrscheinlich sagen sogar bis hoch.

01:16:17: Aber das ist eine Illusion.

01:16:18: Das kriege ich mit meinem nie nach den zwei Kreuzplantrissen leider nicht mehr hin.

01:16:22: Wahrscheinlich schwierig, ja.

01:16:23: Aber mal zum Basecamp – das ist dann auch nicht mehr als so sportliche Wanderung tatsächlich.

01:16:28: Man hat dann eher mit der Höhe zu tun, dass man da jetzt steigert sich.

01:16:35: Ja genau.

01:16:37: Landschaftlich wunderschön!

01:16:39: Du hast Zeit angesprochen?

01:16:41: Zeit ist ja endlich und die Elbphilharmonie wird es so.

01:16:44: mehr merkt man, doch mehr Zeit vielleicht schon hinter einem liegt als irgendwann vor einem.

01:16:51: Du hast gesagt, du würdest dir gerne mal selber diese dreizehn-viertzehn Tage gönnen?

01:16:54: Wie lange machst du sonst Urlaub im Jahr?

01:16:57: Was ist da so der Schnitt?

01:16:59: Also ich bin Gott sei Dank also mir macht mein Job Spaß.

01:17:05: Das ist positiver Stress und von daher ist es... Und insbesondere in Indien muss man sich darauf einlassen dass man wirklich twenty four seven verfügbar ist.

01:17:17: Es ist völlig normal, dass man dann am Samstag oder Sonntag von einem Kunden angerufen wird.

01:17:21: Es ist ganz normal, das man sich auch mal zum Kaffee trifft und zum Frühstück trifft.

01:17:25: Dass der Kunde nach Hause kommt in die eigenen vier Rände.

01:17:30: Da sind Sachen, da lässt sich der Job nie losgedanklich.

01:17:34: Das muss man einfach akzeptieren für sich.

01:17:37: Und wenn man das für sich akzeptiert hat, dann ist es aber in Ordnung.

01:17:41: Wenn man das berufliche und private dann halt so verbindet, hier und da immer mal was macht, also auch erreichbar ist.

01:17:49: Und für mich ist das in Ordnung.

01:17:51: von daher... Meine Antwort auf deine Frage ist also so wirklich richtig mal jetzt zwei Wochen gar nichts machen.

01:18:00: Das liegt schon Jahre zurück, das muss man nicht gut finden.

01:18:03: für mich ist es ein Stück weit Lifestyle und es ist absolut okay.

01:18:10: aber was ich schon mache ist dass ich mir immer wieder wenn ich gerade durch meine viele Reiserei wenn das jetzt im Wochenende ist was sich da überbrücken lässt und ich bin gerade an einem schönen Ort dann kann ich mein Akku halt auch sehr, sehr schnell nach wie vor innerhalb von achtundvierzig Stunden mal so richtig randvoll wieder auftanken und dann wieder mit voller Energie ins Tagesgeschäft reinfallen.

01:18:33: Du warst ja, bevor wir das Gespräch heute gestartet haben kürzlich unterwegs und hast eine Temperatur erlebt die jenseits dessen ist was wir zumindest hier als Sommer kennen.

01:18:46: erzähl mal kurz wo warst du?

01:18:47: Und wie heiß war es da?

01:18:49: Also ich war in Rajasthan, das ist nordwestlich gelegen in Indien zwischen Mumbai und Delhi.

01:19:00: In einer Stadt die heißt Jaipur, die dadurch geprägt ist dass da ja wunderschöne Ausflugsziele sind.

01:19:13: eher kulturell von der Architektur her aber auch landschaftlich kann man da viel machen.

01:19:20: Und ich habe an dem Sonntag auf dem Rücken eines Elefanten gesessen, bei siebenvierzig Grad in der Sonne und das war dann doch ein bisschen viel und danach war ich auch ziemlich kaputt.

01:19:33: Aber das geht tatsächlich noch von der Temperatur her.

01:19:38: Ich hatte vor gut anderthalb Jahren das erste Mal die Möglichkeit nach Riyadh zu fliegen, also in Saudi Arabia.

01:19:48: Und da hatten wir ... das war im Juli, also im Hochsommer.

01:19:53: Da hatten wir im Schatten Temperaturen von dreiundfünfzig Grad.

01:19:56: Das habe ich auch noch nicht erlebt.

01:19:57: Also das war dann schon extrem heftig und da hat man doch tatsächlich auf den Straßen keinen Menschen mehr gesehen.

01:20:03: Aber das war eine spannende Erfahrung.

01:20:07: Ich glaube es war zumindest nicht so viel Stau Und so siebenvierzig Grad, wenn dich das dann umhaut.

01:20:13: Das gönnste dir dann aber schon, wenn dein Körper designalisiert du brauchst jetzt eine Pause bist ja nicht blindmütig zwar rigoros Aber nicht rücksichtslos und nimmst auch einen Gang raus.

01:20:22: Also ich glaube dass habe ich aus dem sport tatsächlich gelernt besser aus seinen körper zu hören Was ich in der vergangenheit weniger gemacht habe.

01:20:31: deswegen auch die verletzung Wo ich gesagt hab da musste jetzt durch und wenn dann abtendurch durchaus wenn ich die Falschukompromisse eingegangen, was dann in jungen Jahren auch Einfluss genommen hat auf meine körperliche Gesundheit.

01:20:45: Und durch den Sport lernt man seinen Körper besser kennen.

01:20:49: und absolut bin ich bei dir da gibt es Wenn's Signale gibt der Körper meldet sich Dann muss man sich halt auch wirklich die Auszeit gönnen.

01:20:59: Absolut Ja, und Stichwort Lebenszeit ist endlich.

01:21:03: Und deswegen wertvoll wenn du so nach vorne guckst und für dich stichwort Selbstführung den Anspruch formulierst das es ein erfülltes Leben sein soll was sind dann die zwei drei Punkte die dir nach vorne auch Du hast eingangs erwähnt dass es nicht nur darum geht selbstbewusst zu sein und stolz zu sein sondern vor allen Dingen auch Zuversichtlich zu sein.

01:21:25: Was siehst du dann in der Zukunft, weswegen es wertvoll ist trotz dieser ganzen.

01:21:29: Du hast ja auch erwähnt Medien wenn man das alles anguckt.

01:21:32: die Welt scheint ja völlig aus den Fogen zu beraten und auch sehr düster teilweise zu sein.

01:21:37: was sind da die Fix Sterne die dich trotzdem mit Zuversicht nach vorne schauen lassen?

01:21:41: Ja ich glaube der größte fix Sternen sind die eigenen Kinder Und Das Beste Zu tun zu geben was man kann, damit die eigenen Kindern eine zuversichtliche Zukunft haben.

01:22:01: Und das ist natürlich mal ein Fixstern und daraus resultieren jetzt auch den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Welt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und später wenn sie einmal in ihr Berufsleben das Alter reinkommen dann auch wesentlich breiter und flexibel aufgestellt sind.

01:22:19: Das ist natürlich etwas, was mich motiviert was mich auch jeden Morgen aufstehen lässt im Sinne von dafür Sorge zu tragen, dass es den Kindern gut geht.

01:22:32: Hier und heute aber insbesondere auch in der Zukunft.

01:22:35: Gleichzeitig bin ich ein durchweg positiver Mensch und versuche mich dann natürlich mit Menschen zu umgeben die ähnlich denken eine ähnliche Haltung haben.

01:22:50: Nicht unbedingt ähnlich denken, aber eine ähnelche Haltung habe ich und das dann halt an Orten in der Welt die jetzt nicht unbedingt ja wo ich nicht ortsgebunden bin sondern wo ich mich halt mit dem Moment mit bewegen kann.

01:23:06: und ich glaube dass es halt auch auf der Bund warum ich sowas mache was ich in den seit den letzten zwölf dreizehn Jahren mache mich aus Deutschland auch mal heraus zu bewegen nach Indien zu gehen, nach Tschechien wieder nach Indiens.

01:23:22: Um die Welt aus einer anderen Perspektive kennenschätzen zu lernen und halt auch zu erleben dass nicht immer alles negativ ist.

01:23:32: Und ich glaube das ist wirklich noch mal was was wir Deutschen uns immer wieder vor Augen halten müssen dass das Glas ja oftmals eher halb leer betrachtet wird als halt voll.

01:23:50: Und wenn man dann in solchen Ländern wie Indien unterwegs ist und das Land, die Kultur kennenlernen darf aber auch wirklich die Realität erleben darf jeden Tag, wenn man auf die Straße geht zu sehen, dass es Menschen gibt, denen es wesentlich schlechter geht als einem selbst Da dann auch einfach dankbar zu sein für das, was man hat.

01:24:13: Und auch das ist natürlich mein Nordstern der mich fixiert.

01:24:19: Auch einfach dankba zu sein fürs Leben, was wir haben.

01:24:24: Ja absolut!

01:24:25: Nichts ist selbstverständlich.

01:24:28: und wenn du deinen Kindern einen Rat mit gibst – mit allem, was du bis jetzt so gesehen hast Wenn sie nach Deutschland zurückkämen, wenn sie dann sozusagen wirkungsvoll sind.

01:24:38: Was wird Sie ihnen denn mitgeben was uns Deutschen gut täte damit wir in dem Olympischen Wettbewerb der Nationen wieder zu neuer Kraft und Stärke kommen?

01:24:50: Also ich glaube Es ist viel Mindset.

01:24:56: Wir müssen gucken, wo wir stehen.

01:25:00: Und am Ende des Tages wissen wir alle, wenn was reflektieren im globalen Vergleich, dass wir nach wie vor einen Land haben auf das wir sehr stolz sein können und was auch zukunftsfähig sein kann, wenn die richtigen Hebeln gestellt werden.

01:25:18: Wenn ich meinen Kindern etwas mitgeben würde dann ist es irgendwie so dieses positive Mindset der Inder, im Sinne von höher schneller weiter an das große Ganze zu glauben und sich dafür auch einzusetzen um stolz auf seine Herkunft.

01:25:37: Dass sie mit der Grundhaltung zurück nach Deutschland gehen und dann versuchen schneeballmäßig diese Werte in ihrem Umfeld zu verteilen

01:25:54: Ja definitiv.

01:25:55: Ich höre leider immer häufiger, dass das Wort wenn Menschen im Ausland unterwegs und wieder nach Deutschland zurückkommen, dass sie sich ein bisschen darüber beklagen draußen ist es oft höher schneller weiter.

01:26:05: also ein ganz anderes Spirit Mindset.

01:26:08: Wenn man nach Deutschland kommt dann ist es und jetzt kommt das Wort was mir persönlich Schmerzen bereitet Es ist mühsam Den Geist, den du deinen Kindern mitgeben würdest.

01:26:18: Ich denke der ist sehr revitalisierend und inspirieren das man einfach auch wieder mit Freude zupackt und vor allen Dingen auch gewinnen will.

01:26:23: ne?

01:26:23: Das ist ja auch eine Haltung.

01:26:25: Absolut.

01:26:25: Das muss man erstmal holen bevor man... Absolut!

01:26:29: Ja André dann vielen Dank für die Einblicke in dein Leben und die spannende Reise die Du hattest.

01:26:34: ich wünschte dir auf jeden Fall viele weitere spannende Eindrücke und viel Freude und Erfolg mit deiner Crew das Staffelholz an die nächste Generation zu übergeben.

01:26:42: Danke dir auch Peter, ein ganz toller Podcast.

01:26:45: Ganz neue Erfahrungen für mich und immer wieder gerne!

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