Niklas Köllner (Geschäftsführer von WENKO) | Mutmenschen #45

Shownotes

Über Niklas Köllner und Wenko Wenko ist ein Familienunternehmen in dritter Generation mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Das Sortiment umfasst über 6.000 Produkte rund um Bad, Küche und Haushalt – von der preisgekrönten Klobürste bis zur UV-Klebetechnologie mit 90 Kilo Traglast. Jedes Jahr bringt Wenko 400–500 neue Artikel auf den Markt und zählte 2023 zu den Top-4-Schutzrechtsanmeldern in Europa – vor Namen wie Samsung. Niklas leitet das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder und ist seit über 24 Jahren im Unternehmen.

Das besprechen wir in dieser Folge:

Wachstum mit Substanz Wie Niklas und sein Bruder den Umsatz in den letzten 10 Jahren auf mehr als das Zweieinhalbfache gesteigert haben – und was das mit konsequenter Internationalisierung zu tun hat. Wenko liefert heute in 78 Länder, der Exportanteil liegt bei rund 50%.

Innovation als Mutprojekt Über 20 Produktmanager arbeiten täglich daran, Alltagsprobleme in smarte Lösungen zu verwandeln. Keine Rocket Science – aber viel Bauchgefühl, Konsequenz und die Bereitschaft, jedes Jahr erheblich in die Zukunft zu investieren, ohne zu wissen, ob die Rechnung aufgeht.

Der Irrsinn der Bürokratie Ein QR-Code hätte gereicht. Stattdessen: 6 Produktmanager, 7 Monate Arbeit, 238 neu kreierte Labels – weil 2% der Europäer kein Smartphone haben. Niklas erklärt, wie EU-Verpackungsverordnungen mittelständische Unternehmen lähmen und was das für die internationale Wettbewerbsfähigkeit bedeutet.

Temu, Shein & die Geiz-ist-geil-Falle Warum Billigimporte nicht nur unfairen Wettbewerb schaffen, sondern buchstäblich giftig sein können – und wie das mit dem gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs kollidiert, der gleichzeitig mehr ökologisches Bewusstsein fordert.

Familienunternehmen & Führung Die zwei Regeln des Vaters, die bis heute gelten. Was es bedeutet, als Sohn einem fremden Geschäftsführer zu reporten. Und wie zwei Brüder mit unterschiedlichen Temperamenten gemeinsam ein Büro – und ein Unternehmen – führen.

Leistungskultur vs. Zeitgeist Sabbatical als erste Frage im Vorstellungsgespräch. Bundesjugendspiele ohne Wettkampf. Vertriebsziele, die in Teamperformance verschwinden. Niklas spricht Klartext darüber, was diese Entwicklungen mit dem Standort Deutschland machen – und was er von jungen Leuten wirklich erwartet.

Persönliche Energie & Resilienz 5 Uhr morgens, Stretching, Radfahren, Krafttraining – konsequent, sieben Tage die Woche. Wie Niklas 16 Kilogramm abgenommen hat, warum er auf das Buch Outlive schwört und was sein Großvater ihm über schwierige Zeiten beigebracht hat.

Drei Dinge, die du aus dieser Folge mitnimmst:

  1. Innovation ist kein Luxus – es ist die einzige nachhaltige Antwort auf einen schwierigen Markt.
  2. Klarheit in der Kommunikation ist keine Härte – sie ist Respekt.
  3. Deutschland braucht keinen neuen Slogan. Es braucht Menschen, die wieder liefern wollen – und ein Umfeld, das sie lässt.

Mut-Menschen ist der Podcast für Leistungsträger, Unternehmer und alle, die nicht aufhören zu machen. 🎙️ Host: Peter Holzer | www.mut-menschen.com | www.peterholzer.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Manchmal entsteht das beste Gespräch dort, wo man es am wenigsten erwartet.

00:00:05: In diesem Fall in einem riesigen Showroom voller Duschkörbe und Klo-Bürsten.

00:00:11: Die Firma Venco kennt nicht jeder aber irgendetwas von denen habt ihr garantiert zu Hause.

00:00:17: Mein Gast Niklas Kölner führt das Familienunternehmen mit seinem Bruder in dritter Generation hat den Umsatz mehr als verdoppelt und liefert in seventy acht Länder was mich an ihnen interessiert.

00:00:28: er hat eine Haltung zur Leistung, zu Bürokratie.

00:00:32: Zu dem was gerade mit unserem Land passiert.

00:00:35: Kein Schönenreden kein herumayern genau das gefällt mir.

00:00:39: hört selbst Ja heute bin ich im Haus der über sechstausend Produkte bei Venko.

00:00:45: Niklas.

00:00:46: schön dass sich heute hier sein kann.

00:00:47: ja vielen lieber dank Peter freue mich dass du da bist und bin mal gespannt auf unser Gespräch.

00:00:53: Du hast ja den Titel gekriegt.

00:00:54: wie war es noch König der?

00:00:57: Was war das?

00:00:57: Toilettenreiniger, nee, Klurbürsten.

00:00:59: König der Klurbörsten.

00:01:01: Erzähl mal was ist das denn?

00:01:02: Hat damals im Prinzip das Handelsblatt geschrieben.

00:01:05: Das hat wirklich zu großen Gelächter hier auch im Hause geführt Denn neben meinem Bruder und mir war dann mit diesem Titel Der Könige der Klobürsten War daneben ein Bild von Trump und seinen beiden Söhnen Und die ganze Seite.

00:01:22: Also insofern Ist es tatsächlich so ... keine Ahnung, verkaufen glaube ich hier allein in Deutschland über... ... eineinhalb Millionen Club-Bürsten und haben die auch deutlich im Prinzip weitergeführt.

00:01:34: In der Entwicklung ja ursprünglich waren ja wenn man sich dran erinnert vor so zwanzig, fünfzwanzig Jahren waren die Club- Bürsten normalerweise immer weiß gerade die Köpfe ist natürlich bei dem was die Clubbürste tut nicht so wirklich toll!

00:01:46: Und da kamen wir auf die glorreich Idee diese dann schwarz zu machen und das kam dann auch sehr gut an Irgendwann aus diesen Fasern, wo sich dann das Papier verhättelt hat.

00:01:58: Bei der Nutzung haben wir es noch mal weiterentwickelt und die Köpfe dann aus Silikon gemacht aber in der gleichen Form wie eine normale Kloberste Und das kam dann sehr gut an.

00:02:08: Insofern führte dann eins immer zum anderen und da haben wir immer mehr gemacht.

00:02:15: Insofern haben wir den Titel verdient.

00:02:17: Titelverdient und berechtigt?

00:02:18: Genau!

00:02:18: Ja, also ich habe das gesehen du hast mich ja gerade hier durch euren Showroom geführt.

00:02:22: ihr habt ja sechstausend Artikel oder sogar noch mehr.

00:02:25: die sind ja gar nicht alle hier aber ist jetzt schon faszinierend wie viele Produkte ihr habt.

00:02:29: bei den Klo-Bürsten sah es ja fast so aus wenn man Auto konfiguriert dann kann man die Stile auswählen die Farben auswöhlen.

00:02:36: Aber es ist ja nicht nur dass Ihr seid ja wahnsinnig bekannt vielleicht nicht von der Marke her jedem Fast behaupten die Thesewagen in jedem Haushalt ist irgendwas von euch.

00:02:46: Was macht ihr denn genau?

00:02:49: Ja, wir gucken eigentlich dass wir Probleme des Alltags aufnehmen und dafür dann im Prinzip eine Lösung schaffen.

00:02:59: also zum Beispiel angefangen man steht irgendwo in der Dusche ja und hat keine Ablage.

00:03:05: so das heißt man stellt das Shampoo z.B.

00:03:07: irgendwo in die Ecke oder die sonstigen Utilien die man so hat und man muss sich bücken auf engen Raum ist meistens nicht gut für den Rücken, keine Ahnung.

00:03:15: Für zu Hexenschuss oder was weiß ich?

00:03:17: Wir haben im Prinzip dann die unterschiedlichsten Duschkörbe entwickelt, die dann mit befestigen Ohnebohren anzubringen sind in den unterschiedlichste Materialien, sei es Aluminium, Edelstahl wie auch immer.

00:03:34: aber dann eben halt auch mit den unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten zum Kleben, zum Haften mit statischer Aufladung.

00:03:43: Mit Vakuumpumpe an die Wand zu bringen.

00:03:46: Also da gibt es sehr viele Lösungen.

00:03:48: und das Verrückte ist man kann nicht sagen... Das ist das Einzige was der Endkonsument generell braucht.

00:03:57: also es scheint der Konsument ist tatsächlich entweder er Typ Bohren noch oder er ist typ kleben, oder er is typ haften.

00:04:05: Oder sogar er es typ saugen.

00:04:07: den normalen saugnapf den verkaufen wir tatsächlich nicht mehr weil der fällt immer irgendwann wieder runter

00:04:12: aber

00:04:13: und meistens nachts wenn man gerade irgendwie am schlafen ist das ist dann doch laut und außerdem gibt's dann zu viele schäden an den dusch wann oder wie auch immer.

00:04:24: Und insofern haben wir nur so ein Vakuumsystem und das hält dann eben halt auch.

00:04:28: Denn ein Saugnauf kann eigentlich nur halten, wenn man einen Vakum unter der Saugnaufkappe hat, denn sonst dehnt sich irgendwie durch die Wärme beim Duschen oder durch die Wärme im Haus, denen sich irgendwann die Luft, die eingeschlossen ist unter der Kappe eben halt aus und die expandiert.

00:04:52: Und dadurch fällt der Saugnapf runter.

00:04:54: Das heißt haften kann ein Saugnapf nur wenn man ein wirkliches Vakuum unter dem Sauger hat.

00:05:01: Konstante Bedingungen?

00:05:02: Absolut!

00:05:04: Praxis nicht so häufig anfindbar, aber offenbar.

00:05:06: Was ich faszinierend finde ist es sind ja sehr auf den ersten Blick zumindest sehr profane Produkte.

00:05:11: also wir reden über Metallkorb als Duschablage Wir reden über einen Seifenspender Also absolut Low-Tech und irgendwie so Ich sag mal ein bisschen flapsig, Zeug was man halt so zu Hause hat.

00:05:23: Was man benutzt aber irgendwie vielleicht auch selten drüber nachdenkt.

00:05:26: nur ich will nicht sagen jedes aber fast jedes Produkt das du mir gezeigt hast wenn man dann reintaucht und dir zuhört da hast du Geschichten was dahinter steckt.

00:05:34: also viel Innovation sei es beim befestigen dass es über Licht UV-Licht geht oder über Kleber oder dies oder jenes.

00:05:42: ihr habt auch einen großen Preis gewonnen für eine ... Toilettendeckel, der dann eben bis... ... zu einer Kilo aushält und unzerbrechlich ist.

00:05:51: Also da steckt ja wahnsinnig viel High-Tech, obwohl es Low-Tech Produkte sind drin.

00:05:56: Welche Rolle spielt Innovationen?

00:05:57: Wie kriegt ihr das hin?

00:05:58: Da immer wieder so State of the Art zu sein und auf der Welle zu surfen.

00:06:02: Gut!

00:06:03: Hightech würde ich jetzt nicht gerade sagen.

00:06:06: Ich predige immer unseren Mitarbeitern, wir machen keine Rocket Science.

00:06:11: deswegen Leute ihr dürft ruhig euren Kopf einschalten denn ihr habt alle diese Probleme zu Hause für die wir eigentlich Lösungen suchen.

00:06:18: und wenn ihr Ideen habt bringt euch ein, spricht mit unserem Produktmanagern gibt ihnen die Ideen und wir können was Tolles draus machen.

00:06:28: Man muss dazu sagen, unsere Innovationsabteilung ist relativ groß.

00:06:32: Wir haben da über zwanzig Product Manager die eigentlich nichts anderes den ganzen Tag tun als zu schauen was kann ich für neue Produkte auf dem Markt bringen?

00:06:42: und deswegen und ich glaube das es in seiner Art einzigartig in unserer Branche zumindestens bringen wir jedes Jahr so um die.

00:06:53: Es waren normalerweise zwischen vierhundertfünfzig und fünfhundert Artikel raus auf dem Markt jedes Jahr.

00:06:59: Damit waren wir übrigens in ... ... im Jahr zwanzig, waren wir glaube ich die Nummer vier der Schutzrechtsanmelder in Europa insgesamt.

00:07:09: Vor uns war dann so Unternehmen wie Samsung und noch ein paar andere, die also ...

00:07:15: Okay sei gegönnt!

00:07:16: Ja fühlte mich ganz gut aufgehoben als ich dann Venco an Platz Vier sah Und insofern, da schauen wir eben halt schon drauf, dass wir dort möglichst viele Ideen im Prinzip aufnehmen.

00:07:31: Die uns sei es vom Mitarbeitern von den Product Managern gebracht werden aber eben hat auch von vielen Erfindern die auf uns zukommen und sagen Mensch könnt ihr das nicht vielleicht für mich?

00:07:41: also ich habe hier eine Idee könnte ihr das sich vielleicht für uns weiterentwickeln oder oder auf Markt bringen?

00:07:46: und ja mit denen finden dann immer Lösungen wie man das immer hin kriegt eigentlich so ein bisschen ähnlich wie das teilweise auch in der Höhle der Löwen den Endverbrauchern auch bei oder rübergebracht wird.

00:07:59: Ja, das ist was wir schon seit sehr langer Zeit machen und

00:08:06: Das heißt ihr schützt diese ganzen Produkte, Seifenspender, Ablagen, Körbe, Bürsten und so weiter?

00:08:12: Natürlich nicht alles.

00:08:13: Es sind die Sachen, die Sinn machen, die vom Designsinn machen, das sind Geschmacksmuster viele dann Gebrauchsmuster und einige Patente.

00:08:25: aber Patente sind natürlich wahnsinnig teuer.

00:08:28: Das können wir uns nicht immer leisten.

00:08:30: das zu machen für jedes Produkt Gerade wenn man so viele Artikel dann macht, ist das leider schwierig und dann so extreme Neuheiten in den Markt zu bringen.

00:08:43: Also am laufenden Band, dass sie eben halt Patentschützungswürdig wären, ist doch sehr, sehr schwierig und nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch muss man dazu sagen denn so ein Patent, das ist schon wenn man einmal eine Patentanmeldung gemacht hat was da für einen Schriftzeug dahinter ist und die Bürokratie, die dafür einzuhalten ist.

00:09:09: Das kann man als normalsterblicher gar nicht machen,

00:09:11: d.h.,

00:09:11: da braucht man dann Patent-Anwälte für... Absolut ja!

00:09:15: Leute, die einen da unterstützen

00:09:16: Ja es auch eine Welt für sich.

00:09:20: Es gibt ja das Bon-Mott.

00:09:22: Die erste Generation baut ein Unternehmen auf, die zweite verwaltet ist und die dritte fährt es vor die Wand.

00:09:30: Der arbeitet nur gerade gegen...

00:09:32: Und es gibt auch eine spannende Statistik von hundert Familienunternehmen sollen es nur zwei bis vier in die vierte Generation schaffen.

00:09:43: Wie sieht's denn bei euch aus?

00:09:44: Also A Bezogen auf das Bonmotte und B Diese Quote Wie viele Schaffende sind die vierte Generation?

00:09:50: Wo steht ihr denn aktuell?

00:09:53: Wir sind im Prinzip die dritte Generation momentan.

00:09:57: Das Besondere ist dabei auch, dass ich das zusammen mit meinem Bruder im Prinzip führe – das Unternehmen als Geschäftsführer und wir haben noch eine Schwester, die aber nicht operativ im Unternehmen tätig ist.

00:10:16: Wir arbeiten klar daran, das Ganze irgendwann dann auch in die vierte Generation überzugeben.

00:10:23: Und es ist allerdings schon herausfordernd nicht jetzt weil... Man nicht vielleicht irgendwie geeignete Nachfolge hätte, aber sondern einfach weil die Situation so ist draußen.

00:10:41: Dass man sich schon Gedanken macht wie soll das eigentlich sich weiterentwickeln?

00:10:44: Das Ganze und wo soll das ganze hinführen?

00:10:47: Aber wir sind da trotzdem zuversichtlich dass wir also gerade durch unsere Innovationen auch dann vielleicht durch die schon doch Markenbekanntheit ein Weg im Prinzip nach vorne finden ... und sage ich mal durch die ganzen Dienstleistungen, ... ... und Services, die wir unseren Kunden geben.

00:11:13: Und zur Verfügung stellen haben wir da schon einen Mehrwert, den wir leisten... ... sind sicherlich ein wichtiger Partner für unsere Kunden.

00:11:25: Wie hat sich das entwickelt seitdem ihr übernommen?

00:11:26: Wie viele Jahre seid ihr jetzt am Ruder?

00:11:28: Dein Ambruder

00:11:29: und du?

00:11:30: Also wir sind tatsächlich relativ….

00:11:32: ...

00:11:33: früh

00:11:34: nach dem Studium in die Firma gekommen.

00:11:36: Mein Bruder und ich, das heißt... ... mein Bruder vor... ... zwanzig Jahren, ich vor vierundzwanzig jahren.

00:11:46: Genau wir haben mal an der Alps studiert ne?

00:11:48: Genau!

00:11:48: Das hat mir ja gemeinsam... Du dann im Jahr Abschluss abgemacht?

00:11:52: Genau, im Jahr Abschluss habe ich Abschluß gemacht bei Bruder.

00:11:57: Was ist denn klar dass ihr beide hier reingeht?

00:11:59: war das zu der Zeit schon klar?

00:12:00: Also das war tatsächlich so, bei mir war es von der sechsten-sebten Klasse an in der Schulzeit schon klar dass ich das machen wollte.

00:12:09: Ich wusste genau... Wolls

00:12:10: König der?

00:12:11: Ich

00:12:11: wollte König, ich wollte Könige und Klubers werden!

00:12:13: Ich war da immer sehr ambitioniert.

00:12:18: Bei mir war klar, ich wusste auch genau wie ich's machen wollte, ich will eine Ausbildung machen, eine Kaufmännische erst und dann studieren und irgendwann ins Unternehmen.

00:12:30: Ja, mein Bruder wäre wahrscheinlich nach dem Studium war schon so.

00:12:35: Er meinte er wollte eigentlich schon irgendwo anders hingehen.

00:12:38: aber dann war der leichte Druck von meinem Vater, der gesagt hat ne, mein Jung jetzt ist mal Schluss du kommst in die Firma weil ich sehe dass ihr eben logisch denken könnt.

00:12:53: und Hier, um das hier weiterzubringen braucht man Leute die logisch denken können.

00:12:59: Das war so ein bisschen die Aussage.

00:13:02: also bei mir war es total so gewünscht beim Bruder der hätte sich auch noch vorstellen können woanders hinzugehen.

00:13:07: aber Ja, letztendlich hat es funktioniert und muss man dazu sagen wir haben aber dann erst auch von der Pike auf wirklich alles gemacht.

00:13:17: Wir sind angefangen in der Kundenbetreuung zu arbeiten.

00:13:20: Es gab ja auch andere Geschäftsführer die euch

00:13:22: folgen.

00:13:22: Genau!

00:13:24: Wir haben nie in meinem Vater berichtet an dieser Stelle.

00:13:26: Wir haben immer einen externen Geschäftsführer berichtet Auch dort, um ihm zu vermeiden dass es irgendwelche Konflikte eventuell gibt oder Uneinigkeiten.

00:13:35: Und wenn es die dann gab sollte man sie mit dem eher auswächten als eben halt dann mit dem eigenen Vater.

00:13:41: Ja, Konflikte sind ja immer anspruchsvoll und der Familie Mindestens Faktor zehn drauf.

00:13:49: Aber wie ist das denn?

00:13:49: Ich meine, ihr seid dann ja sozusagen die Erben des Unternehmens Nachfolger vom Vater, perspektivisch dann Inhaber und auch Geschäftsführer.

00:14:00: Und jetzt habt ihr fremde Geschäftsführer, die angestellt sind euch vorgesetzt und ihr müsst den reporten also... will dir jetzt kein Narzissmus oder sonstiges unterstellen, aber das ist doch fürs Ego sicherlich auch nicht die einfachste Nummer gewesen.

00:14:11: Oder wie war das bei euch?

00:14:12: Ja man musste sich im Prinzip schon an den unterschiedlichen in den unterschiedlichsten Situationen sehr zusammenreißen weil man vielleicht doch eine andere Meinung mal hatte.

00:14:22: Aber wir haben im Prinzip das dann auch so gesehen dass wir von diesen sag ich mal live-Familiemitgliedern gelernt haben und Die sicherlich, es waren ja Leute die auch über einen deutlich größeren Erfahrungsschatz im Prinzip dann zu dem Zeitpunkt verfügt haben als wir.

00:14:44: Gerade als wir angefangen haben und insofern war's einfach wichtig dass jeder was zu tun hatte und vor allen Dingen auch sein eigenes Gebiet hatte und bei mir war das kristallisierte sich ganz schnell raus, dass ich dann in Richtung Vertrieb gegangen bin und mein Bruder ist dann eher auf die Richtung Einkauf im Prinzip gegangen Und das sind natürlich eigentlich gerade bei einem Handelsunternehmen oder bei einer Handelsmarke, es ist natürlich... Gerade sind das die wichtigsten Thematiken, die man eigentlich gecovert haben muss und die funktionieren müssen.

00:15:19: Neben der Thematik Innovation deswegen fällt Marketingvertrieb eigentlich so auch immer viel unter meiner Ägide ein bisschen Dann durch über die unterschiedlichen Stationen angefangen.

00:15:33: Ich war dann erst mal also zuerst im Kundenbetreuung, dann irgendwann als Kiercounter für den Export im Exportbereich tätig und dann irgendwann habe ich für den Export Süd- und Westeuropa übernommen Und so hat man sich dann volumenmäßig und umsatzmäßig immer an das Herzstück gearbeitet.

00:15:56: Das war dann im Prinzip der stationäre Handel im Dachbereich, also sprich Deutschland, Österreich, Schweiz.

00:16:04: Da macht ihr den meisten Umsatz?

00:16:06: Da machen wir ... Das ist definitiv das Herz-Stück.

00:16:09: aber man muss sagen Wir sind auch aufgrund unserer Expansion in den anderen europäischen Ländern insbesondere.

00:16:19: Ich habe damals Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien, Italien gegründet und in Amerika auch aber darüber reden wir nicht weil da sind wir nach zehn Jahren wieder ausgestiegen.

00:16:32: leider es hat nicht so hingehauen wie wir es uns vorgestellt haben.

00:16:37: er laust mich echt ein bisschen.

00:16:39: Das wäre schon, denke ich ne ganz gute Chance gewesen hätte das geklappt.

00:16:42: Aber okay ist ein Riesenmarkt aber die haben nicht auf uns gewartet und insofern...

00:16:47: Warum hat es nicht geklappt?

00:16:50: Wir haben tatsächlich vielleicht Fehler gemacht dass wir gedacht haben so ja wir können irgendwie das replizieren so wie wir das ganze hier in Europa aufgebaut haben wo man doch von der von der Dendenz sehr viele Sachen ... ein eigener Handmacht.

00:17:10: und in Amerika ist es, dass man doch sehr viel... ... outgesourced hat direkt.

00:17:16: Und das wäre im Nachhinein deutlich besser gewesen.

00:17:20: Zum Beispiel haben wir ein eigenes Lager angemietet weil wir eigentlich Zusagen von Kunden dort hatten.

00:17:27: ja jetzt kommt da immer ein großes Geschäft und es geht los und wenn man einen Lager ausnutzen kann dann lohnt es sich.

00:17:37: aber Wenn die Amerikaner dann im letzten Moment sagen, oh naja wir können es jetzt doch nicht das Produkt gerade wenn's Treteimer sind.

00:17:46: Dreißig Liter Tret einmal, die sehr voluminös sind.

00:17:52: Wir liefern das jetzt doch in Vierhundert Läden sondern ja wir machen den Test jetzt doch nur in Tausend in Hundertzwanzig Läde Dann hast du auf einmal das vierfache Ware da und Volumen da und musst erst mal gucken wo Christen das hin oder wo kannst du es sonst noch absetzen?

00:18:07: Also insofern gab es diese unterschiedlichen Stufen, das war dieses Exportbereich und dann habe ich irgendwann die Vertriebsleitung für den Dachbereich übernommen.

00:18:20: Aber wir müssen insgesamt sagen dadurch... Ich musste dann immer irgendwelche Sachen, die ich ganz gut aufgebaut habe wieder abgeben.

00:18:28: Das war eigentlich so... Also quasi innerhalb der Firma relativ viele kleine Babys, ...die ich nach vorne gebracht habe, die mittlerweile auch immer größer geworden sind und das ist schön zu sehen.

00:18:41: Am Anfang zum Beispiel... Als wir Spanien gegründet haben, war ich jeden Monat da eben halt zwei, drei Wochen im Prinzip.

00:18:48: Und das wurde dann mit der Zeit immer weniger.

00:18:50: und jetzt wenn ich es dann jetzt zweimal im Jahr darunter schaffe ... Schon vier?

00:18:55: Dann ist es schon viel.

00:18:56: Gott sei Dank kann man ja da über.

00:18:57: Aber tatsächlich, weil's mir so viel Spaß macht... Ich spreche auch eigentlich fast jeden Tag im Prinzip mit denen, mit Spanier, Frankreich, Italien, weil ich die Sprachen ganz gut spreche.

00:19:07: Das ist tatsächlich ganz spannend!

00:19:09: Ja führt aber dazu in der Konsequenz, dass wir eben auch einen Exportanteil von ungefähr fünfzig Prozent haben.

00:19:17: Und was schon eigentlich ganz gut ist hilft einem so ein bisschen gerade in der Zeit wenn der deutsche Markt nicht so gut läuft oder der Konsum nicht so Gut ist wie aktuell das der Fall ist.

00:19:30: die Leute die ich glaube die Sparquote ist so hoch wie schon lange nicht mehr mit irgendwie fast achtzehn Prozent sagen die Statistiken

00:19:38: Spürt ihr das, was ist das nach der Umsatz?

00:19:41: Ja absolut.

00:19:42: Das merken wir.

00:19:45: in der Tendenz her geht vieles Richtung billig, billig-billig.

00:19:50: diese geizigeil Mentalität die vor acht neun Jahren schon mal da war scheint jetzt an der Stelle immer wiederzukommen und dass es eigentlich total verrückt und kontrovers weil Ich kann das natürlich verstehen, dass die Leute in diesen unsicheren Zeiten vielleicht eher sparsamer sind und für sich ein bisschen zur Seite schaffen um Sicherheit zu schaffen.

00:20:18: Aber es ist insofern kontrovers, dass auf der einen Seite gepredigt wird Nachhaltigkeit, Nachhaltkeit, Nach haltigkeit und wir tun dafür mit unseren Sortimenten sagen ich mal relativ viel und...

00:20:32: Wir berichten Kaufkopf zweimal!

00:20:34: Ja, genau.

00:20:37: Wir werden aber nicht dafür belohnt.

00:20:38: Das heißt wir kriegen nicht mehr Geld dafür.

00:20:40: in Anführungsstrichen nur weil wir jetzt ein Produkt jemand aus nachhaltigen Materialien machen oder die Verpackung aus Nachhaltigematerialien machen.

00:20:45: Kriegen wir jetzt nicht mehr geld vom Handel davon?

00:20:48: Dafür und eben halt der Endverbraucher bezahlt auch nicht mehr.

00:20:51: das heißt habe ich zwei ähnliche Produkte.

00:20:55: Das eine ist aus nachhaltigen Materialien und das andere eben halt nicht.

00:21:00: Und kostet dieses mit nachhaltigem Materialien vielleicht ein Euro mehr den Endverbraucher, dann greift der Endverbrocher momentan in der Situation trotzdem eher zu dem günstigeren Preis und zu der schlechteren... auch vielleicht ich will nicht immer sagen es ist nicht immer schlechtere Qualität aber einfach zu dem Nicht-Nachhaltigen so und da ist es dann dem Endverbracher auf einmal ganz egal.

00:21:23: Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass einige Sachen was Nachhaltigkeit geht.

00:21:30: Overnan werden momentan in Europa.

00:21:32: Brüssel prescht davor mit so vielen unterschiedlichen Thematiken.

00:21:38: Du

00:21:38: hast ja von einer Initiativa im Vorgespräch gesprochen wo es um so Labels geht?

00:21:43: Mit QR-Code und ähnliches... Was kommt denn da auf euch zu?

00:21:46: Weil ihr habt ja Produkte die ihr schon produziert.

00:21:48: Ihr lasst sie auch im Ausland produzieren das heißt das kommt mit Schiffen hier rüber Das ist dann ja auch alles verpackt, das geht raus in den Handel.

00:21:54: Dann ist das Zeug draußen und jetzt kommt auf einmal eine Änderung und ihr müsst alles umpacken.

00:22:00: oder was ist da genau los gerade?

00:22:01: Ja

00:22:02: zum Beispiel es gibt so eine Thematik Verpackungsverordnung oder jetzt wurde die unbenannt grade in PPWA aber diese Verpackungen Verordnungen dazu gehörte im Prinzip dann ein Recycling Ausweispflicht, so nach dem Motto auf der Verpackung soll draufstehen in welche Tonne quasi die Restanten der Verpackungen eben halt gehen müssen.

00:22:28: Also gelb!

00:22:29: für Plastik, Blau und Papier usw.

00:22:31: Wenn

00:22:31: es so einfach wäre.

00:22:32: aber in der Realität ist es leider nicht so einfach, dass es in Deutschland so aufgeteilt ist.

00:22:39: Aber in anderen Ländern sind es wieder andere Farben.

00:22:41: So jetzt musst du dir vorstellen wir sind halt ein mittelständisches Unternehmen und können uns nicht leisten für jeden einzelnen Markt eine eigene Verpackung zu machen.

00:22:49: das heißt wir haben auf unseren Verpackungen normalerweise neunzehn Sprachen Und wenn jetzt da einzelne Ländern dann dahin gehen und sagen, nee wir brauchen aber jetzt anstatt der gelben Tonne eine grüne.

00:23:03: oder in Italien ist es zum Beispiel massiv.

00:23:06: Da gibt es in den einzelnen Regionen unterschiedliche Colorcoats für die Entsorgung.

00:23:11: total verrückt.

00:23:13: Die wollten auch Anteiligkeiten drauf haben auf der Verpackung so nach dem Motto Sohn Sophie Gramm Katonage, so und zu viel Gramm Kunststoff.

00:23:26: So und zuviel Gramm was weiß ich?

00:23:28: Es gibt ja unterschiedliche Zusammensetzungen da manchmal.

00:23:31: Obwohl mittlerweile sind wir Gott sei Dank teuer-teuer bei.

00:23:34: neunundachtzig Prozent unserer Artikel haben entweder gar keine Katonages mehr für den Handel oder sie sind eben halt ohne Plastik.

00:23:46: Da ist auch Ziel für uns bis zum Jahr zwanzig da immer komplett plastikfrei zu sein.

00:23:50: Ist echt teilweise ein Riesenvorhaben, okay das ist eine andere Thematik.

00:23:54: und wenn aber dann eben diese Uneinigkeit da ist europaweit so nach dem Motto wie loben wir denn das aus?

00:24:02: Führt es dazu dass dann einzelne Länder einfach vorgeprescht sind?

00:24:05: und hat in Frankreich gesagt ja das ist jetzt hier das Gesetz Wir haben das jetzt neu geschaffen und ihr müsst es jetzt machen hieß damals Triemann.

00:24:13: also was passiert Unsere, sagen wir, sechstausend Produkte mussten wir erstmal komplett alle wieder umgestalten.

00:24:24: Die Verpackung alles neu machen das heißt unsere da haben wir alleine sechs Produktmanager mit beschäftigen müssen.

00:24:35: die haben im Quadrat gekotzt.

00:24:37: muss man wirklich sagen ja weil die das sieben Monate ... gemacht haben, sieben Monate.

00:24:43: Ja?

00:24:43: Und wir mussten über ... ... zweihundertdreißig unterschiedliche ... ... Labels quasi beziehungsweise ... ... Logos dafür kreieren die dann auf diese... ... unterschiedlichen Verpackungen kamen.

00:24:53: Wahnsinn!

00:24:54: Es ist

00:24:54: unglaublich so und da will ich einfach nur diese wie pervers das ist denn es hätte so schön einfach sein können.

00:25:02: man hätte einfach gesagt Leute drückt einfach ein QR-Code im Prinzip auf die Verpackung und hinter diesem QR-code ... den kann dann der Endverbraucher scanen und er kann genau sehen, im Prinzip das was er wissen will.

00:25:15: Sämtliche Informationen zu dem Produkt, sämtlichen Entsorgungshinweise... alles!

00:25:20: Klar,

00:25:21: wenn sich die Farbe von einer Tonne ändert, ... ... können wir uns einfach digital machen fertig?

00:25:24: Genau,

00:25:25: das wäre sehr einfach gewesen, nein aber es

00:25:28: muss aufgedruckt sein.

00:25:29: Ja, genau und ich, wenn du jetzt den Grund hörst, dann fasst du dir nur einen Kopf.

00:25:34: Ich sitze, sage ihn.

00:25:39: Nur achtundneinzig Prozent ... alle Europäer haben ein Smartphone, ...

00:25:44: ... dass

00:25:46: eben halt einen QR-Code lesen kann.

00:25:48: Das ist dann ausgrenzend also machen wir es nicht?

00:25:50: Ja, das ist ausgrenzen!

00:25:51: Die armen zwei Prozent, die nehmen... Also teilweise, wir wollen immer Rücksicht nehmen auf alle und das ist teilweise echt schwierig.

00:25:59: Bestrafen damit den Rest ja.

00:26:00: Und bestrafen

00:26:01: da mit dem Rest und das führt zu art absurden Kosten.

00:26:08: Alle reden auf der einen Seite davon, wir wollen bürokratie verhindern.

00:26:11: Aber dann wird das Ganze im Prinzip teilweise schlecht umgesetzt und für zu extremen Mehrkosten führt dazu dass wir benachteiligt werden im Vergleich dann zu anderen Akteuren im Markt.

00:26:25: Das heißt also das was eigentlich eure Erfolgsstory war so habe ich das jetzt rausgehört, dass deinem Bruder und du das Unternehmen gepusht habt mit Internationalisierung?

00:26:35: Wie hat sich da der Umsatz entwickelt seitdem ihr das Ruder übernommen habt?

00:26:39: Nee, da wachsen wir schon weiter.

00:26:41: Wir haben den Umsatz mehr als zweieinhalbfacht in den letzten zehn Jahren.

00:26:51: ...

00:26:52: ist ja für die sogenannte dritte Generation, die es vor die Wand fährt.

00:26:55: Sag ich mal schon mal ein schönes Gegenbeispiel, dass das auch erfolgreich sein kann?

00:26:58: Genau!

00:26:59: Wir waren... Das

00:26:59: heißt, die Geister, die ihr damit geweckt habt Internationalisierung fallen euch jetzt auf die Füße weil ihr jetzt auf einmal so viele Länder habt und durch diese EU-Verordnung für jedes Land diese Unterschiede habt.

00:27:08: Und sag ich mal aus der Stärke wird jetzt auf jeden Fall ob wird euch jetzt sozusagen ein Problem gemacht durch Bürokratismus?

00:27:15: Ja in Teilen kann man das definitiv zu sagen, gut wir gucken natürlich Wir müssen es halt im Prinzip umsetzen, das geht.

00:27:24: Da führt gar kein Weg vorbei weil gerade wenn Fuma hat fünfzig Prozent Anteil vom Umsatz da haben wir keine andere Chance.

00:27:35: Aber man fasst sich echt oftmals an den Kopf und fragt kann er's denn wirklich alles so

00:27:39: richtig sein?

00:27:40: Ja oder

00:27:40: genauso vor allen Dingen wenn der Endverbraucher ist eigentlich nicht nutzt ... ernutzt es eigentlich, dem ist es eigentlich scheißegal.

00:27:49: Und wie oft wenn man sich jetzt als Endverbraucher sich wirklich mal fragt... Wie oft guckt man sich auf die Verpackung?

00:27:54: Wie ich das jetzt entsorgen muss?

00:27:56: Sorry!

00:27:57: Man kriegt ja auch irgendwie einen Plastikgelb bei uns.

00:27:59: der Italiener weiß wahrscheinlich auch dass dann was bei sich in Grün gehört.

00:28:02: also und

00:28:03: Ich habe im Prinzip im Normalfall nur drei unterschiedliche Farben von Tonnen oder vier maximal.

00:28:13: Es ist definitiv nicht so schwierig.

00:28:15: Aber da hat man gefühlt die Politik, hält die Leute für blöd und will den letzten Personen irgendwie die Möglichkeit geben zu kapieren wie er denn mal recyceln soll.

00:28:29: Und das ist halt echt einfach übertrieben.

00:28:32: Dabei gibt es ja einen gesunden Menschenverstand.

00:28:34: Den hat euer Vater ja auch eingefordert deswegen den Wunsch gehabt euch an Bord zu holen.

00:28:40: Jetzt bist du ja mit deinem Bruder hier, Captain On The Bridge sozusagen.

00:28:44: und wenn man sich so die Aufgaben auch verteilt von der Verantwortung her dann geht man ja auch davon aus dass jeder seinen Kram im Griff hat.

00:28:54: Idealerweise ist es dann ja auch harmonisch weil man davon ausgeht das der andere das alles super macht.

00:28:59: Aber das ist ja auch nur die Theorie, sondern es wird in der Praxis auch immer wieder Meinungsverschiedenheiten geben oder wo man denkt vielleicht könnte man das auch so machen.

00:29:07: Also ich sage mal dieses Spannungsfeld Harmonie auf der einen Seite.

00:29:10: Man möchte ein gutes Verhältnis haben auf der anderen Seite aber auch die Klarheit in der Sache ... auch mal kritische Bemerkungen zu machen.

00:29:17: Es gibt ja so böse ... ... Formulierungen gerade bei alteingesessenen Strukturen, da hakt sich keine Krehe gegenseitig in Auge aus und so weiter... Wie sieht das denn zwischen euch beiden aus?

00:29:25: So gelebte Streitkultur.

00:29:26: Keppelt ihr euch oder seid ihr eher harmonisch?

00:29:29: oder wie seid ihr da unterwegs?

00:29:31: Also wir haben im Prinzip zusätzlich noch einen Kaufwehr also wir sind eigentlich zu dritt was die Führung angeht ein kaufelnischer Leiter der eben halt auch mit innerhalb der Geschäftsführung ist.

00:29:42: Ja sag ich mal so Jeder hat sein eigenes Gebiet, mein Bruder macht im Prinzip alles das was die Thematik Distanzhandel angeht.

00:29:54: Also sprich ursprünglich noch klassischer Versandhandel Kataloge und so.

00:29:58: es gibt diese tatsächlich auch wenn viele leider gestorben sind.

00:30:02: Das war übrigens auch das Herz von meinem Vater damals.

00:30:06: Und dann natürlich daraus entstanden den ganzen die ganze thematik eCommerce und in all seinen Formen, die es da gibt.

00:30:15: Wendorenmodell, Sellermodell oder eben halt Marktplätze in den unterschiedlichsten Ausprägungen oder eben auch unser eigenes Shop, den wir im Prinzip seit langer Zeit schon am Laufnahmen haben.

00:30:35: Das ist der Bereich, den er macht.

00:30:36: zusätzlich dazu die Logistik.

00:30:39: Also, unser erst Geschäftsführer dann auch von unserer Logistikfirma quasi der Venco-Protlog in Hückelhofen kennt jetzt mittlerweile auch jeder Hückl hofen wegen den damaligen Corona Exzessen und Karnevalspartys waren es glaube ich.

00:30:58: Ja und insofern habe dann eben halt neben dem ganzen stationären Handel also das heißt alles was Geschäfte hat ... über von Discount, über Möbelhandel und natürlich unser größtes Feld im Baumarkt.

00:31:13: Den begleite ich.

00:31:16: Wobei ich dann eben halt auch sehr stark engagiert bin in der ganzen Thematik Marketing, Neuprodukt-Kreierung.

00:31:27: Da bin ich mit drin.

00:31:28: und auf der anderen Seite den Finanzenpart, den jetzt unser Kollege macht.

00:31:37: Klar, deswegen du merkst schon das Wichtigste für uns waren immer sage ich mal die Vertriebstätigkeiten und dann auch natürlich damit verbunden.

00:31:45: Die Einkaufstätigkeit alles andere sowie Personal.

00:31:49: IT ist wichtig aber das war immer sage Stand immer nicht im Vordergrund, obwohl natürlich das sich dann auch mit der Zeit so ein bisschen geändert hat gerade auf was IT angeht.

00:32:04: Da sind wir etwas Digitalisierung angeht und da wird jetzt doch sehr starkes Augenmerk draufgelegt Richtung KI und wie kann man in Prinzip diese Sachen nutzen?

00:32:16: Da gibt es eben halt auch eigene Gremien im Unternehmen wo die ganzen Leute einfach mitnimmt, Leute die Spaß haben im Prinzip solche Sachen weiterzuentwickeln Und das ist schon ein sehr, sehr spannendes Feld finde ich.

00:32:30: Absolut!

00:32:30: Was sich da tut... ...ist unglaublich.

00:32:33: Das habe ich jetzt verstanden mit den Verantwortlichen.

00:32:34: aber zurück nochmal zur Streitkultur.

00:32:37: Wie sieht es aus?

00:32:37: Mit Klarheit versus Harmonie?

00:32:39: Ja

00:32:40: also wir sind jetzt seit ungefähr ja ein bisschen mehr als zehn Jahren sitzen wir tatsächlich, seitdem wir Geschäftsführer sitzen wird zusammen in einem Büro.

00:32:52: Das ist natürlich bei unterschiedlichen Temperamenten nicht immer einfach.

00:32:56: Ich bin eher, sag ich mal der impulsivere Part.

00:32:59: Mein Bruder ist eher so der ruhigere Strategie.

00:33:04: Insofern hat's mein Bruder bestimmt oftmals nicht ganz so einfach mit mir.

00:33:08: aber wir kriegen das immer irgendwie hingeruckelt sage ich mal und wir wissen oder wir schätzen gegenseitig unsere Meinung Na klar, wenn's mal eben halt... Und das war eine der Policies übrigens.

00:33:24: Eigentlich wir haben jetzt keine große Familiencharta gemacht wie vielleicht andere Unternehmen das teilweise machen.

00:33:35: aber das Wichtigste war und das hat da manchmal Vater gesagt ganz einfach es gibt eigentlich im Wesentlichen eine wesentliche Regel.

00:33:43: erstens zwei Regeln versteht euch und wenn ihr euch nicht versteht dann Nur hinter geschlossenen Türen.

00:33:54: Und denn die Einigkeit gegenüber Dritten muss im Prinzip da sein und insofern sind wir auch, muss man sagen so ein bisschen erzogen worden.

00:34:07: das heißt bevor ich mich jetzt riesig zoffen würde mit meinem Bruder würde ich dann irgendwann eher nachgeben Und sagen so nach dem Motto, der ist ja auch nicht doof.

00:34:19: Also insofern hat er da wahrscheinlich auch einen Punkt und auch wenn es sein ... Er weiß was sein Gebiet ist.

00:34:25: also dann soll erst entscheiden an der Stelle.

00:34:27: Nichtsdestotrotz klar heißt das nicht dass man nicht kontrovers auch teilweise diskutiert.

00:34:34: Wenn ich in eurem Unternehmen anfangen würde zu arbeiten und du würst mir Am ersten Tag wird es mich zur Seite nehmen und sagen, klär dir jetzt mal so die geheimen Spielregeln wie's hier läuft.

00:34:48: Was charakterisiert denn eure Kultur?

00:34:51: Was würdest du mir dann sagen was ist denn typisch für euch wie ihr miteinander umgeht?

00:34:54: oder ich sag mal welche Verhaltensweisen werden hier verstärkt im Unternehmen wenn man hier anfängt?

00:34:59: also eine der wichtigsten Sachen ist wir sind nie politisch.

00:35:06: Wer hassen ist, beide Gott sei Dank.

00:35:08: Wenn Politik gemacht wird im Unternehmen das akzeptieren wir nicht.

00:35:11: Wir würden es untereinander nicht tun.

00:35:13: und was heißt Politik?

00:35:14: Ja wenn irgendwo versucht wird zu manipulieren.

00:35:18: Wenn irgendwo den Leuten das eine gesagt wird um vielleicht etwas ganz anderes zu erreichen solche Sachen dass das ist nicht unser Ding.

00:35:26: Wir sind straight forward gerade raus und erwarten das eigentlich auch von allen anderen ja.

00:35:32: Das heißt Wenn uns irgendwas nicht passt, dann muss das auf den Tisch und am besten auch möglichst schnell.

00:35:43: Und nicht irgendwie erst zwei drei Wochen später dass es da eben halt gegessen ist geklärt ist ja damit man mit den Leuten sich in die Augen gucken kann sagen was auf echt das was da vielleicht gelaufen ist ist nicht so super gewesen.

00:35:59: bitte achte darauf dass das im Prinzip so nicht mehr gemacht wird weil ... anstatt eben halt irgendwas laufen zu lassen, es wird angesprochen.

00:36:08: Ich meine ist zum Beispiel so ein Ding... ... hättest du jetzt einen offenen Hosenstall?

00:36:16: Ja!

00:36:17: Ich würde das sofort sagen.

00:36:19: Es gibt aber einige Leute die trauen sich das nicht zu sagen.

00:36:21: So ist ja vielleicht den einen oder anderen unangenehm, oder?

00:36:25: Na ja klar.

00:36:27: Ja.

00:36:29: Solche Sachen wir sind einfach straight forward und... Ja erwarten vor allen Dingen klar, dass die Leute ehrlich miteinander umgehen und wir ihnen vor allem vertrauen können.

00:36:45: Also wir suchen zum Beispiel bevor bei uns, wir bebilden sehr viel selber aus.

00:36:51: Wir haben jedes Jahr irgendwie ... ... um die Zehen als Auszubildenden, die bei uns anfangen.

00:36:59: Ja das ist auch besonders wichtig.

00:37:01: dann nehmen wir uns doch die Zeit im Prinzip die ... ... sag ich mal zu begrüßen und zu gucken den ein bisschen zu überzählen... ... über die Firma.

00:37:09: Wofür wir stehen?

00:37:11: Wir geben dem Leuten direkt von Anfang an wenn die auch als Ausbildende bei uns ... ... anfangen geben wir denen relativ viel Vertrauen so nach dem Motto und deswegen fordern wir sie auch.

00:37:21: Frag lieber zweimal frag lieber dreimal.

00:37:24: ja wenn du dir nicht hundertprozent sicher bist Und du wirst sehen, du kriegst von Anfang an relativ viel Verantwortung.

00:37:34: Na klar kann da auch mal was schief laufen.

00:37:36: aber okay aus Fehlern lernt man und es ist nur wichtig dass die Leute sich bewusst sind das man eben halt dann eine gewisse Verantwortung hat.

00:37:50: Das merkt man auch gerade bei jüngeren Generationen.

00:37:54: natürlich so eine Verantwortung oftmals noch nicht.

00:37:57: Bei einigen ist es vielleicht so, die hatten Verantwortung für ihre Geschwister.

00:38:00: wie auch immer die kleineren Geschwisters oder so mussten sich schon um sie kümmern.

00:38:03: das ist was ganz anderes.

00:38:04: Die haben dort einen Vorteil.

00:38:07: in dem Falle müssen Sie eigentlich sehen dass die das Unternehmen indem man dann doch die meiste Zeit seines Lebens verbringt ... ist so, ja.

00:38:17: Ich meine wenn du jetzt die Wochenzeit dir anschaust... ...die einem zur Verfügung steht bist du dort am meisten und dann auch das... ...soziokulturelle Umfeld dass man da hat.

00:38:29: Was gibt es Besseres als wenn man sich dagegen seitig versteht?

00:38:31: Und sich vor allen Dingen vertrauen kann und dann gemeinsam schauen kann irgendwie ein Ziel zu erreichen also sprich irgendwie die Firma nach vorne zu bringen Spaß auch daran hat eben halt Neues entstehen zu lassen Richtung Wachstum zu schauen, was gibt es da?

00:38:50: Also das was du beschreibst setzt ja ich sag mal Freiheit voraus.

00:38:54: Wenn ich in einem freien Umfeld bin dann kann ich Klartext reden also sagen was Sache ist.

00:39:01: Dann kann ich auch Verantwortung übernehmen und traue mich auch ein Fehler vielleicht zuzugeben weil ich weiß mir wird nicht der Kopf abgerissen aber gleichwohl braucht alles ja auch Mut.

00:39:14: Also man muss mutig sein.

00:39:16: und vielleicht auch trotz Sorgen, dass wenn man Fehler gemacht hat oder was Falsches gesagt hat.

00:39:21: Oder vielleicht auch mal etwas zugibt, das man nicht gut kann

00:39:24: usw.,

00:39:24: dass diese Offenheit und Ehrlichkeit nicht gegen einen verwendet wird.

00:39:29: Und wenn wir bei dem Thema Mut bleiben... Wo warst du denn mutig auf deinem Weg als Unternehmer?

00:39:35: Oder würdest du überhaupt sagen, dass du mutig bist?

00:39:41: Sagen wir mal so dieses Richtung sehr viel auf Innovation zu setzen, denn auch Innovation hat seine Kosten.

00:39:51: Das muss man ganz klar sehen.

00:39:53: so viele neue Produkte ihr das ja zu machen.

00:39:56: Das bringt extreme Verantwortung mit sich und Kosten.

00:40:00: Denn ich gehe in eine Vorleistung!

00:40:02: Ich weiß gar nicht unbedingt jetzt wenn wir so große Marktstudien und so können wir uns dann auch teilweise nicht leisten.

00:40:09: Klar wir können kleinere Umfragen machen wie auch immer aber wieso?

00:40:14: Riesenkonzerne, das ist schon schwierig.

00:40:16: Das heißt da ist sehr viel auch Bauchgefühl und Gefühl dafür.

00:40:26: was könnte denn funktionieren?

00:40:28: Das heißt dass es jedes Jahr eigentlich wieder ein neues Investment in die Zukunft und insofern sind wir da mutig, dass wir auch in der aktuellen Situation wo sage ich mal der Konsum vielleicht definitiv nicht so gut läuft wie im Prinzip ... in irgendwelchen Vorjahren, dass wir da trotzdem sagen hey... Wir wollen aber trotzdem neue Sachen im Prinzip rausbringen.

00:40:54: Wir wollen den Entkunden begeistern oder... Begeistern ist vielleicht ein bisschen zu viel manchmal gesagt.

00:41:02: Aber trotzdem ihm Lösungen anbieten die er vielleicht vorher nicht hatte?

00:41:06: Ich glaube schon, dass ihr begeistert könntet wenn du nicht mehr bohren musst sondern einfach an die Wand klebst und das hält ... dass das schon Dinge, wo ihr einen Unterschied machen könnt.

00:41:14: Ja absolut!

00:41:15: Man weiß halt nicht ob es funktioniert ne?

00:41:17: Aber ich meine auch wiederum gegen das normale Kleben in Anfürstrichen hat ist ja auch teilweise... ...nicht immer so sage ich mal die ist zwar eine tolle Lösung aber ist nicht unbedingt die sauberste Lösung.

00:41:28: aber zum Beispiel unser jetzt neues UV-Lock da wird eben halt eine Adapterplatte gefüllt mit Gel.

00:41:39: Das heißt, dieses Gel ist nicht so klebrig wie normaler Kleber.

00:41:42: Also das kann man einfach an die Hand nehmen und dann auch ganz leicht wieder abwaschen, also nicht das Problem mit normalen Klebern.

00:41:49: Da setzt man diese UV-Licht drauf für eine Minute und dann ist es ausgehärtet innen drin und hat ne Traglast von neunzig Kilo sofort innerhalb einer Minute entfest.

00:41:59: Das gibt es eigentlich bis jetzt sonst nicht.

00:42:03: Einige Frauen werden das sicherlich kennen Die ins Nagelstudio gehen, da wird es ein ähnliches Verfahren.

00:42:11: Da wird auch dieses Gel genommen um eben halt ...

00:42:14: Fingernail aufzukleben?

00:42:16: Ich weiß nicht wie sie heißen.

00:42:18: Fake Nails heißen Sie glaube ich nicht oder die heißen ja doch

00:42:21: ... Verschönerung.

00:42:22: Ja genau hier also in ihre Verschönerungen investieren So und das ist eine tolle Lösung, die man eben halt dann wenn man es ihm nicht mehr benötigt.

00:42:33: Das Produkt eben auch wieder leicht entfernen kann einfach mit einem Föhn vier Minuten auf voller Stufe im Prinzip das Einheizen und dann kann man das im Prinzip mit dem kleinen Spachtel wieder abmachen.

00:42:46: also

00:42:47: ja

00:42:49: so geht's ja nur nach vorne indem man immer wieder was Neues schafft was den Kunden dann idealerweise noch ... mehr begeistert nutzen, stiftet.

00:42:55: Das ist ja das eine sage ich mal um als Unternehmer zu überleben und das andere muss natürlich auch profitabel sein.

00:43:01: Wie viele Mitarbeiter habt ihr aktuell ungefähr?

00:43:03: Wir

00:43:03: sind knapp bei ... ... vierhundertsebzig.

00:43:05: Vierhundzebzig hat über sechstausend Produkte.

00:43:08: Roundabout zehn Prozent neue Produkte jedes Jahr.

00:43:11: Ihr seid in wieviel Ländern exportiert ihr?

00:43:18: Wir haben das ein bisschen reduziert weil wir gesagt haben wir fokussieren uns mehr auf Europa Aber trotzdem liefern wir ihn noch in nur seventy- acht Ländern der Welt.

00:43:29: Ein bisschen mehr als Europa?

00:43:30: Ja!

00:43:31: Ihr produziert ja nicht selbst, sondern macht das ja durch Partner oder Joint Ventures im Ausland?

00:43:37: Wo sind eure Produktionsstände?

00:43:38: Es ist tatsächlich nicht nur im Auslands.

00:43:40: Wir haben tatsächlich dreißig oder fünfdreißig Prozent was wir hier in Europa noch machen.

00:43:46: Versuchen das auch, sag ich mal... zu erhöhen diesen Anteil.

00:43:50: Das ist teilweise nicht so einfach, weil eben mit einfach Produktionskapazitäten gar nicht mehr existieren Unternehmen kaputt gegangen sind.

00:43:58: Wo ja so aktive abgebaut und ins Ausland transferiert?

00:44:00: Genau!

00:44:01: Und dann hat man auf der einen Seite... und das ist tatsächlich ganz interessant.

00:44:07: wir haben also langjährige Verbindungen nach China oder nach Asien generell.

00:44:18: Eins muss man wissen, in Asien gibt es jede Qualität der Welt.

00:44:23: You get what you pay ist da die Devise.

00:44:27: und aber ja Preis ist sicherlich immer nur auch eine.

00:44:33: also für uns zumindest ist es nur eine Thematik.

00:44:38: auf der anderen Seite ist das die Thematikanachhaltigkeit wo wir sagen hey wir investieren da rein auch mit den nachhaltigsten Partnern und Fabriken zusammenarbeiten, was teilweise nicht so einfach ist.

00:44:52: Das heißt wir müssen ... Wir sind ganz früh zum Beispiel mit beigetreten dieser Vereinigung BSCI, Business Social Compliance Initiative.

00:45:02: So das heißt da wir kommenten uns dazu sämtliche Fabriken die wir mit denen wir zusammenarbeiten zu zertifizieren jedes Jahr oder werden über Prüfungen gemacht und alles mögliche von von Lebensstandard über Kinderarbeit über gerechte Löhne den Output von irgendwelchen CO-Zweigasen, alles Mögliche ist da drin.

00:45:27: Also wirklich ein bunter Strauß.

00:45:29: und dadurch dass wir eben halt so langjährige Partnerschaften also teilweise schon über dreißigfünfdreißigvierzig Jahre haben, haben wir mit diesen Partnern das sind echt wie Freunde und wir arbeiten mit denen und entwickeln die auch.

00:45:46: weiter sag ich mal ja weil der Markt gibt immer mehr Anforderungen oder Europa stellt auch immer mehr Anforderung und man muss nur sehen, dass man tatsächlich die Beschaffungsmärkte nicht überfordert.

00:46:06: Denn wenn wir immer derjenige sind, der die meisten Anforderer von allen steht... ist klar, da können wir auch nicht den günstigsten Preis haben.

00:46:16: Dann liefert er lieber nach Amerika die nicht so viel Wert auf Nachhaltigkeit legen und sagt oh der Mengen sind richtig groß.

00:46:22: So können wir nutzen wir lieber die Produktionskapazitäten und nutzen sie damit aus.

00:46:29: Ist nicht so anstrengend.

00:46:30: oder wenn man dann eben halt die Thematik sieht wo ich ein ganz ganz ganz großer Feind von bin ist die Theomatik Temu-Shin die generell diese Marktplätze, wo Waren importiert werden.

00:46:50: Die dann teilweise per Luftfracht im Prinzip rüber geholt werden um sie schneller zu liefern.

00:46:55: Jeder muss wissen wenn ich eine wahre Perluftfracht rüberhole habe ich den zwanzigfachen CO-Zwei-Ausstoß als wenn ich das ganze per Schiff hole.

00:47:05: Das nur mal so zur Info und das passt eigentlich nicht damit zusammen was unsere Politiker predigen ...

00:47:11: für ein Produkt, was drei Euro kostet?

00:47:12: Für einen Produkt, das drei Euro ... ... kostet.

00:47:14: So ist es auch nur möglich dann eben halt ... ... eine Apple-Aufladegerät quasi oder so'n Aufladekabel darüber zu holen... ... was dann zwei neun und neunzig kostet!

00:47:27: Das ist nur möglich weil das Ganze eben auf der einen Seite ... ... subventioniert wird und oftmals einfach in Qualitäten geliefert wird,... ... die eigentlich in Europa gar nicht erlaubt werden.

00:47:41: Und das ist ein Riesenproblem, weil ehrlich gesagt da werden Qualitäten geliefert.

00:47:48: Die sind krebserregend, die sind voll mit Verladen Weichmachern... ...die sich tatsächlich auch schon und ich habe letztens gerade wieder so eine Studie gelesen, in unseren Körpern schon befinden.

00:48:01: Das heißt sie sind da.

00:48:03: Nanopartikel, Plastiknanopartikele oder so, die abgehen von den Produkten

00:48:09: Diese PFAS, diese Kunststoffe... Ja, PFAS.

00:48:13: Das ist tatsächlich total verrückt und man glaubt das ja nicht!

00:48:18: Wir haben einen relativ großen Markt an Teil bei Duschwischern in Deutschland.

00:48:24: Und da gibt es eben halt Duschwischer die sind aus einer Art von Kunststoff voll mit Weichmachern also nicht bei uns, die dann dort aus Asien kommen.

00:48:35: Die sehen teilweise ähnlich aus wie unsere ... sodass der Endverbraucher teilweise gar kein, er sieht gar keinen Unterschied.

00:48:42: Und das ist das große...

00:48:43: Aus dem Preis?

00:48:44: Er hat zu teuer!

00:48:45: Er sieht den Preis, der immer deutlich günstiger ist.

00:48:48: und aber gerade wenn man wird tendieren dazu unter der Dusche nackt zu sein Das

00:48:53: ist hilfreich, ja?

00:48:54: Ja.

00:48:55: Also insofern heißt du hast ... Wenn ihr dann nach dem Duschen die Dusche abwischt oder die Duschwand, hast du direkt einen Kontakt mit deiner Haut und das Wasser geht oftmals eben halt über deine Ärmel oder Arme wie auch immer, fließt darüber was du abwischst und dadurch wird oder migrieren im Prinzip diese Giftstoffe in den Körper!

00:49:18: Und so was darf nicht passieren?

00:49:19: ich meine andere Meistens, wenn man so ein Beispiel hört geht es ja um Spielzeug für Kinder und so.

00:49:25: Die dran nuckeln ... Ja aber ist gar nicht immer nur das.

00:49:29: Es sind viele andere Produkte wo man sich im ersten Moment sogar keine Gedanken drüber macht oder viele sich keine Gedanken darüber machen die kaufen einfach weil sie sagen das ist günstig und wenn's nicht funktioniert kann ich es ja wegschmeißen.

00:49:41: Und diese Mentalität ist dieser vor allem Wegwerfmentalität eine Katastrophe.

00:49:47: Man sieht ja nicht die unmittelbaren Folgen, also es tut nicht weh.

00:49:49: Man kriegt keinen Schlag auf die Niere sondern ist dann ja die Summe von vielen kleinen Kontaktpunkten, die irgendwann vielleicht zu einem Schaden führen.

00:49:58: So ist das auch ein bisschen mit der Haltung zum Thema Erfolg.

00:50:03: Also wenn ich... Ich sag mal, ein profanes Beispiel.

00:50:07: Heute eine Tafel Schokolade mir rein drückt, zehn Minuten ist das Ding weg, sechshundert Kalorien passiert nichts.

00:50:12: Das mache ich einen Monat lang, passiert immer noch nichts.

00:50:14: wenn ich aber drei vier Monate jeden Tag das mache dann stehe ich irgendwann vom Spiegel und bin erschrocken dass auf einmal eine Wampe gewachsen ist.

00:50:23: Und so ist es ja auch mit Erfolg Wenn ich sehr erfolgreich bin und dann vielleicht denke Dass sich ein bisschen bequemer werden kann.

00:50:32: also Es gibt ja so diesen Spruch Freitag um halb eins, mache ich nur noch mal eins.

00:50:37: Kunde ruft um vierzehn Uhr dreißig an.

00:50:39: Ach komm rufen wir Montag zurück.

00:50:41: Früher als das Unternehmen vielleicht in der Start-up Phase war da hat man auch noch freitags um achtzehn uhr dreißzig zurückgerufen weil man noch heiß war und man musste ja irgendwie Kunden kriegen.

00:50:51: Man wusste die Kohle hält nicht lang genug usw.

00:50:53: Das heißt also Erfolg könnte dazu führen dass Menschen bequemer werden weil es ja gut läuft.

00:51:00: letztes Jahr schon wieder Rekordergebnis.

00:51:02: Warum soll ich mich denn noch mehr anstrengen?

00:51:03: und so weiter?

00:51:04: Und diese Bequemlichkeit macht sich ja stellenweise auch in unserer Gesellschaft breit, also ich sag mal ein bisschen scharfzüngig eine Leistungsfeindlichkeit.

00:51:13: Also wenn wir uns angucken wie zum Beispiel Bundesjugenspiele entschärft werden dabei sein ist alles.

00:51:19: oder einen Kumpel von mir, einen Sporttrainer wo ich ein bisschen Zeit lang trainiert habe Der hatte den Speer-Weitwurf-Rekord in seiner Schule, da hängende Urkunde in den Fluren und nach fast zwanzig Jahren wurde das Ding jetzt... also bis dahin wurde der Rekord nicht gebrochen.

00:51:33: Jetzt nach zwanziger Jahren wird das Ding kassiert und von der Wand genommen mit der Begründung.

00:51:36: Andere Schüler können sich ja schlecht fühlen weil sie nicht so gut sind.

00:51:40: Ich sehe es aber auch in Unternehmen.

00:51:41: Vertriebswettbewerbe werden eingestampft Einzelzielmessungen wird ersetzt durch Team Performance Und so weiter und so weiter.

00:51:50: Es sind viele kleine Veränderungen, die aber so den... Ich sag mal, die Reißnadel auf dem Stuhl.

00:51:57: Dass man sich wirklich anstrengend um sein Bestes zu geben nicht mehr unbedingt einfordern.

00:52:03: und auf der anderen Seite hast du ja jetzt selber beschrieben ihr seid ein Unternehmen, ihr seid Familienunternehmen dritte Generation.

00:52:07: Ihr seid sehr erfolgreich unterwegs Aber ihr habt auch wahnsinnig viele Herausforderung sowie alle Unternehmen Und man kann sich eben nicht ausruhen uns zurücklehnen und sagen hey uns geht's doch gut und jetzt muss man auch mal irgendwie fünf gerade sein lassen.

00:52:20: Wie erlebst du das denn hier im Unternehmen?

00:52:22: Stichwort Leistungs-Sinn, Leistungsbereitschaft oder auch überhaupt die Einstellung zu Spitzen.

00:52:27: Leistung sich wirklich anzustrengen und diese eben nicht Durchschnitt abzuliefern sondern etwas... Du hast mal gesagt Kunden zu begeistern und eben nicht nur zufrieden zu machen.

00:52:37: was ist da so?

00:52:37: eure Wahrnehmung und eure Haltung auch im Unternehmen?

00:52:40: Was macht ihr um diesen Leistungssinn zu befeuern?

00:52:43: oder wie steht dir dazu?

00:52:48: Ja also grundsätzlich sage ich, Wettbewerb sage ich mal auch untereinander sei es ihm als Einzelner und als Team.

00:53:00: Ich glaube Wett Bewerb führt immer dazu Leistung zu steigern.

00:53:05: Und deswegen bin ich grundsätzlich eigentlich davon sehr großer Fan und finde das eine Katastrophe.

00:53:12: was da gemacht wird mit dem Bundesjugenspielen solche Sachen Man merkt diese Thematik, ja Work-Life Balance was immer wichtiger wird den Leuten und den Mitarbeitern.

00:53:27: Gerade eben halt jungen Leuten.

00:53:31: das ist aus meiner Sicht sehr bedenklich denn wir sind Wir, gerade jetzt hier in Deutschland davon gesprochen sind einfach wir haben eigentlich keine großartigen Bodenschätze.

00:53:48: Wir haben ein bisschen Kohle vielleicht noch aber das ist ja auch nicht mehr gut, dass es abzubauen obwohl es jetzt wieder abgebaut wird und ob uns eigentlich nicht gut für die Umwelt ist.

00:53:57: Aber andere Thematik Das heißt das größte was wir eigentlich in deutschland haben Es ist humankapital.

00:54:08: Wir haben clevere Leute, sicherlich da gibt es sehr viel Potenzial.

00:54:13: Wir haben auch, muss man echt sagen, oftmals gute Ausbildung leider nicht überall.

00:54:23: Und auch dort ist teilweise die Motivation von Lehrern ja deutlich sehr, sehr unterschiedlich.

00:54:28: Es gibt die Lehrer, die eben halt seit quasi dreißig Jahren im Prinzip die gleichen Sachen predigen und immer die gleiche Agenda haben und sich da quasi nicht sehr stark engagieren.

00:54:43: Und es gibt Leute, die eben halt auch neue Aspekte reinbringen.

00:54:47: Die ihren Lehrplan quasi überarbeiten selber für sich und den Kindern eben vielleicht so auch spannender und den Zeiten angepasster im Prinzip Dinge vermitteln.

00:55:01: Deswegen ist für mich zum Beispiel eine der ganz klaren Forderung, die ich habe an die Politik ist es muss einfach geben.

00:55:08: Das heißt irgendwie nicht nur immer Sozialwissenschaften oder sondern es muss heißen wie gehe ich um mit Geld?

00:55:22: Was heißt Wirtschaft?

00:55:26: Das sind so Sachen.

00:55:27: Wie, wie sind da die Zusammenhänge?

00:55:29: Denn das eine ist ja toll wenn ich eben halt hingehe und immer nur vordere nach dem Motto Ja es muss das wesentliche alles grün wird in Anverstrichen Aber das Muss man auch finanzieren können sag' ich mal So.

00:55:45: dass heißt Nur diese Forderung zu stellen ist teilweise sehr schwierig, denn sie sind oftmals gerade so.

00:55:52: ein Umbruch eben halt in Richtung Nachhaltigkeit umzusetzen.

00:55:56: Ist teuer für einen Status quo.

00:55:59: und wenn man dann in einem Kosmos sich wiederfindet wo man quasi ich will nicht sagen der Einzige oder einer der wenigen Länder ist was das stark fokussiert und um eine herum arbeiten die Leute in anderen Ländern komplett anders und ich will nicht sagen, dass sie oftmals komplett nicht nachhaltig arbeiten.

00:56:27: Aber Sie sehen im Prinzip...

00:56:30: Ausgewogener?

00:56:31: Ausgewogener genau das Ganze!

00:56:32: Dann ist es sehr wichtig dieses Verständnis rüber zu bringen.

00:56:36: aber oftmals was man eben auch bei seinen eigenen Kindern teilweise sieht wurde über gepredigt hier ja es muss alles grün und hier und da.

00:56:45: aber die Frage ist wie das ganze im Prinzip umzusetzen ist?

00:56:50: Absolut.

00:56:51: Wenn wir dahin kommen, dass Nachhaltigkeit eben nicht nur ökologisch im Sinne von Natur und Ressourcen schon ist sondern auch ökonomisch nachhaltig also müssen eben auch nachhaltige Geld verdienen ... in Naturschonende Verfahren investieren, wenn wir eben auch die Geldmöglichkeiten haben.

00:57:09: Und das zeigt sich ja auch... ...wenn es den Leuten ums Fressen geht also in armen Ländern dann ist den Menschen das meistens vom Bewusstsein her auch nicht so wichtig weil sie erst mal an ihr überleben denken bevor Sie einen Umweltschutz denken und sobald dann ein gewisser Wohlstand da ist verbessert sich das auch.

00:57:24: Das heißt also je wohlhabender wir sind desto mehr haben wir auch ein Bewusstsein und die Möglichkeiten ... sage ich mal Naturschon da zu arbeiten, weil es uns dann auch wichtig ist.

00:57:33: Weil wir uns das auch leisten können insofern... ...es gleichzeitig zu forcieren.

00:57:38: aber nochmal zurückkommt zum Thema Leistungssinn.

00:57:40: wie ist das hier bei euch im Unternehmen?

00:57:43: Haltet ihr den Laden stark unter Zug?

00:57:46: Ist hier die Sprache des Geldes präsent bei allen oder seid ihr eher harmonie orientiert?

00:57:53: oder wie ist der Geist hier?

00:57:54: Wie stemmt ihr euch gegen...?

00:57:56: den drohenden Zeitgeist von draußen sage ich mal ein bisschen frech.

00:57:59: Sag mal, es ist eine Mischung und wir versuchen natürlich auf der einen Seite zu fordern dass die Leute auch selber ambitios mit sich selbst umgehen nicht immer nur, sag ich mal beim kleinsten Gegenwind irgendwo den Löffel fallen lassen.

00:58:25: Das kann nicht Sinn der Sache sein sondern es gibt eben Aufgaben und Probleme und die müssen gelöst werden und man muss schauen dass man die Leute dazu anregt nach vorne zu denken.

00:58:39: deswegen sage auch... Ich meine wir haben dann im Unternehmen irgendwie knapp an die dreißig Azubis.

00:58:48: fragt so viel ihr könnt.

00:58:51: Unter hinterfragt ist auch, warum wird denn das so gemacht?

00:58:54: Ja weil beim gewachsenen Unternehmen können sich eben halt auch Prozesse im Prinzip ein Bürgern die vielleicht jemand nicht logisch sind.

00:59:03: So nach dem Motto haben wir schon immer so gemacht.

00:59:06: Hinterfragt es ja und wenn ihr da Sachen findet, ihr habt jetzt die einmalige Möglichkeit, weil ihr kommt total voreingenommen oder unvoreingenomen ... könnt ohne Scheuklappen im Prinzip alles hinterfragen, was da im Prinzip läuft.

00:59:22: Und das öffnet den vielleicht auch älteren Mitarbeitern, alteingesessene Mitarbeiter ... ... eben halt oftmals die Augen so nach dem Motto... ... ja warum machen wir das eigentlich so?

00:59:37: Könnte man ja tatsächlich vielleicht auch anders machen gerade in Zuge der Digitalisierung oder KI, weil ... ... oftmals sind es eben halt jüngere Leute, die sich vielleicht von Kindheit an, weil die meisten mittlerweile mit Handy und iPad irgendwo quasi als Verlängerung ihres Armes haben.

00:59:58: Seit Kindheitsjahren einfach teilweise da auch besser drin sind und Sachen besser können.

01:00:05: Deswegen legen wir sehr viel Wert auf die Zusammenarbeit gerade von älteren erfahrenen Leuten, die eben halt mit jüngeren Leuten, Erfahrungen mitbringen können oder andere Hobbys auch mitbringen.

01:00:21: Ich sage, pass auf ihr könnt hier so viel machen ja weil habt ihr Spaß an fotografieren?

01:00:28: Ihr könnt bei uns Fotos mal Produktfotos wie auch immer.

01:00:31: Ihr könnt in ein paar Strichen Videos drehen.

01:00:33: Warum macht die Azubi Kanal keine Ahnung?

01:00:36: es gibt so viele Möglichkeiten auch sag ich mal private Hobbies quasi auszuleben und dann aber eben in den professionellen Bereich reinzubringen und das ganze Unternehmen dadurch nach vorne zu treiben.

01:00:51: Wir sind teilweise schon enttäuscht, wenn wir im Prinzip in Vorstellungsgesprächen, regelmäßig oft mal dabei, im Prinzip bei Vorstellungen Gesprächen... Wenn die erste Frage dann ist, kann man hier ein Sybettikel machen?

01:01:09: Also Leute, du kommst gerade von der Uni.

01:01:11: Willst du arbeiten oder willst du jetzt gleich in Sybeteke machen?

01:01:15: Sybetteke sollte was sein, was man sich verdient, indem man erstmal vielleicht etwas für die Unternehmen getan hat und dann kann man gerne natürlich irgendwo über sowas reden.

01:01:25: aber diese Mentalität ist furchtbar.

01:01:30: ehrlich gesagt und das sag ich dann ja Wenn das wirklich eure wichtigste Frage ist, dann macht euch erst mal darüber Gedanken ob ihr jetzt wirklich erstmal arbeiten wollt oder sonst geht erst einmal ein zwei Jahre ins Ausland und reißt da rum.

01:01:47: Und wenn ihr dann arbeiten wollt, dann könnt ihr kommen!

01:01:50: Oder wenn es Budget leer ist?

01:01:51: Ja

01:01:52: oder wenn es budget leer ist genau.

01:01:55: Diese Anspruchshaltung die ist natürlich auch zugelassen worden.

01:01:57: durch ich sag mal uns ältere, die vielleicht auch ein bisschen verhätschelt haben ... oder auch von Führungskräften wird vieles ja auch zugelassen.

01:02:05: Ich sehe das auch in den Unternehmen, so ein Zeitalter der Überempartisierung... ... immer aus Sorge, Verlustangst.

01:02:11: wenn ich zu klar in der Sache bin, zuviel vorder dann hauen die Leute ab und so weiter und so haben sich Wildwüchse teilweise ergeben und Anspruchshaltungen, die völlig ferner liefen sind.

01:02:22: weil wenn man sich mal überlegt ein Unternehmen ist ja nichts anderes als ein soziales Konstrukt.

01:02:26: und wenn ich zum Beispiel im Freundeskreis bin wann bin ich denn ein gewolltes Mitglied einer Gruppe?

01:02:32: Das ist ja immer dann der Fall, wenn ich der Gruppe auch nutzen stifte.

01:02:37: Wenn ich aber nur nehme in einem sozialen Kontext also zum Beispiel wir gehen essen und immer müssen die anderen bezahlen... ...und ich gebe nie mal eine Runde aus irgendwann haben die da auch keinen Bock mehr drauf außer sie wissen nicht liefern einen anderen Benefit bin vielleicht der Clown oder was weiß ich... Akzeptieren und dann gönnen wir uns das sozusagen.

01:02:55: Und so sind Unternehmen ja auch,

01:02:56: d.h.,

01:02:56: also wenn ich will dass meine Kollegen meinen ausfallen weil ich privat ein Sabetekel machen will überkompensieren... ... dann muss ich ja vorher irgendwas geleistet haben, so dass die mich auch als Teammitglied wollen.

01:03:08: Und das geht in vielen Situationen sehe ich das in den Unterscheidungen völlig ab... Es geht immer nur um das Ego.

01:03:13: Ich forder Auch Elternzeit.

01:03:15: es werden einfach Einträge eingereicht ohne mal mit Führungskraft zu sprechen.

01:03:19: Du ich würde gerne Lass uns mal gemeinsam überlegen!

01:03:22: Ich habe schonmal ein Konzept gemacht wie eine Übergabe aussehen könnte Vertretung sondern da ist einfach, ich hab das Recht darauf und deswegen will ich das.

01:03:29: Und gar nicht mehr die Bereitschaft gemeinsam sowas nach vorne zu pushen.

01:03:34: Das müssen wir sicherlich mal wieder ein bisschen gerade rücken in der Führung.

01:03:37: Ehrlich

01:03:37: gesagt glaube ich auch dass das Arbeitsrecht im Prinzip sein übriges dazu tut und teilweise die Rechte... Sie befördert

01:03:48: das noch?

01:03:49: Sehr

01:03:49: stark fördert den Mitarbeiter.

01:03:52: Ehrlich gesagt ist das, sag ich gerade mal wenn es in Krisensituationen geht doch sehr bedenklich an der Stelle.

01:04:12: Das verursacht die extreme Kosten.

01:04:15: Teilweise ist es sehr, sehr teuer sich von Leuten eben halt auch zu trennen, die einfach teilweise auch vielleicht Leistungen nicht so bringen wie viele andere in dem Unternehmen und das wird irgendwie nie gesehen.

01:04:31: so richtig.

01:04:32: Das ist ja gegenüber den Kollegen ...

01:04:36: Asozial.

01:04:37: Ein

01:04:37: richtig asozial ist, wenn da jemand ist der ständig irgendwo bei dem kleinsten Zipperlein irgendwie zu Hause bleibt oder dann im Prinzip alle anderen eigentlich im Stich lässt.

01:04:52: und ja in sofern hoffe ich immer dass sich gerade falls es mal solche Situationen gibt eben halt diese sich über die Gruppe quasi dann irgendwo regulieren.

01:05:05: Und aber trotzdem gibt es, und das ist auf der Welt so doch auch sehr viele Igumanen die einfach ihren Stiefel durchziehen.

01:05:17: Scheißegal auch was andere sagen und das tun.

01:05:21: Aber gut, das ist natürlich sicherlich auch mit einer der Führungsaufgaben auch der Abteilungsleiter und der unterschiedlichen Führungspersonen eben zu schauen, dass so ein Missverhältnis nicht ausufert oder beziehungsweise gar nicht erst entsteht.

01:05:40: Ja, darf es einfach nicht zulassen.

01:05:42: Ich habe einen Buch geschrieben das heißt Aufstand der Leistungsträger mit Leistungsträgern.

01:05:46: damit meine ich keine Elite sondern sind all die Macher in diesem Land vom Fördner angefangen über die Azubis bis hin zu Arbeitern bis hoch in die Geschäftsführungen Ärzte in Unternehmen, egal wo.

01:05:58: Also all die machen und einen Beitrag leisten Und ich habe oft den Eindruck dass wir aus einer bürgerlichen Zurückhaltung Zwar den Kopf schütteln und im stillen Kämmerlein sagen, das geht gar nicht.

01:06:09: Aber eben nicht den Mut haben einfach mal zu sagen weißt du was?

01:06:13: Das ist einfach scheiße und ich will das nicht!

01:06:15: Und dieses sich darauf besinnen dass Leistung und Anstrengung nichts Schlimmes ist sondern es die Voraussetzung dafür dass wir so ein gutes Leben haben.

01:06:22: Das müssen wir anscheinend uns mal wieder in Fokus rücken.

01:06:25: und gleichsam kann ich auch total gut nachvollziehen Lebenszeit ist endlich und es geht schnell vorbei und du hast vorhin selber gesagt Großteil der Zeit, vielleicht sogar die meiste Zeit mit Arbeit im Vergleich zu anderen Lebensbereichen.

01:06:39: Also ist ja auch die Frage wie achtet man auf sich dass man eben langfristig wiederholbar über mehrere Jahre Spitzenleistung bringen kann?

01:06:47: Wie sieht das denn bei dir aus?

01:06:48: wir sind jetzt schon im Alter wo wir graue Haare kriegen.

01:06:52: Wie achtest du denn drauf ... eben bei all der Arbeit und dem ganzen Stress... ... und der hohen Verantwortung, die du hast.

01:06:58: Weil wenn du in Sakaos sag ich mal da hängen ja... ... was hast du vorhin gesagt?

01:07:02: Um die fünfzig Mitarbeiter, vierhundertsiebzig Mitarbeiter plus die Familien dann das sind ja locker... ... tausend Tausend Fünfhundert Menschen, die davon abhängen dass sie hier Geld verdienen... ...und der Kühlschrank gefüllt wird.

01:07:14: Was tust du denn um nachhaltig vital zu bleiben...?

01:07:16: Und die Kraft und Energie auch zu haben für diesen Job!

01:07:19: Früher aufstehen tatsächlich.

01:07:23: Und zwar insofern, dass ich mir herausgearbeitet habe die Zeit also ich stehe morgens mittlerweile so um zehn vor fünf auf mache dann meine Stretching und hoffe ein bisschen Gewichtstraining und dann ungefähr dreiviertel Stunde bis stunde im Rad fahren

01:07:45: draußen oder drin?

01:07:46: ...

01:07:47: bis jetzt noch drin.

01:07:48: Ich hab das tatsächlich erst vor dreieinhalb Monaten angefangen, ... ... normalerweise geht mein Monitor jetzt gerade nicht mehr und ich habe das Ding gerade weggeschickt also insofern nicht gut.

01:07:57: Ich wurde gerade wirklich über Qualitätsgründe durch Qualitäzgründe gehandicapt.

01:08:02: ein bisschen dafür mal jetzt ein bisschen mehr mit Gewichten.

01:08:07: Ja Und das ist wichtig, dass man eben so ein bisschen die Zeit auch für sich hat.

01:08:13: Gerade klar eine relativ große Familie und da will natürlich jeder auch seine Zeit mit einem haben.

01:08:22: und dann habe ich morgen ...

01:08:23: Das heißt große Familie?

01:08:25: Ja, ich hab drei Kinder halt und einen Hund.

01:08:28: also insofern ...

01:08:29: Vier Kinder!

01:08:30: Ja quasi vier Kinder und meine Frau sagt zwar Ich bin das Fünfte aber Die hat dann noch ein halbterigeres Packpackerl zu tragen.

01:08:40: Und insofern quasi habe ich mir die Zeit morgens früh rausgekämpft, damit ich eben halt ein bisschen Zeit auch für mich habe und Sachen machen

01:08:49: kann.

01:08:49: Machst das jeden Morgen?

01:08:50: Ja.

01:08:51: Konsequent!

01:08:52: Weil wenn man es dann wieder einmal einschlafen lässt ... Das funktioniert ehrlich gesagt nicht.

01:08:57: Also sieben Tage die Woche?

01:09:00: Tatsächlich ja... Manchmal tendiere ich hier Sonntags nicht Aber auf der anderen Seite ist es dann auch blöd, weil ... Dann weiß ich gar nicht was ich machen soll.

01:09:11: Ich bin ja trotzdem um die Uhrzeit, wenn der innere Bäcker so ist, bist du trotzdem um eine Uhrzeit wacher?

01:09:15: Da mach' ich's meistens doch!

01:09:16: Ich dachte jetzt wärs noch mal schön ein bisschen länger zu schlafen, aber okay.

01:09:19: Nee, aber ich komme Gott sei Dank relativ gut zurecht mit ... Mit relativ wenig Schlaf.

01:09:26: Wann gehst du abends ins Bett?

01:09:28: So halb elf Elf.

01:09:33: Ich habe jetzt jemand auch geguckt, weil klar mit dem zunehmenden Alter spielt die Musik nicht für ein oder auch die Zeit spricht gegen einen bisschen.

01:09:50: Dementsprechend muss man schon gucken.

01:09:52: du sprachst eben so nen Wohlstandsbauch an und ehrlich gesagt Merkt man dann, oh, wenn man auf einmal ein bisschen mehr Gewicht hat.

01:10:04: Die Gelenke tut weh, keine Ahnung, Rücken tut wehh, solche Sachen.

01:10:07: und ich habe jetzt deswegen also das konsequent durchgezogen vor acht Monaten damit angefangen, hab jetzt sechzehn Kilo abgenommen.

01:10:14: Wow!

01:10:16: Und tatsächlich muss dazu gestehen, ich hab' ein bisschen gefuscht, ich habe diese Munjaros-Spritze genommen Aber auch aus dem Grund heraus, dass ein Ärzte gesagt hat bei der Konstellation von Werten die ich habe kann ich so viel Sport machen wie ich will.

01:10:35: Ich hätte nicht abgenommen.

01:10:37: Egal wenn ich weniger gegessen habe oder so hatte damit nichts zu tun... ... bin ich nicht großartig runtergekommen.

01:10:45: Stoffwechsel bedenkt?

01:10:45: Ja, und jetzt habe ich fünf Monate gemacht... ... durch die Spritze wurde der Stoffwechsel angeregt... ... und funktioniert das in Anverstrichen... ... unterfüttert dann mit dem Sport den ich mache... ... ist es eine ganz gute Sache um fit zu werden für die Zukunft!

01:11:08: Wir haben ja noch die vier vorne, aber ich merke auch.

01:11:10: Man muss einfach mehr tun als früher und es ist vor allen Dingen so die Sünden, die man sich gönnt ernährungstechnisch, die haben stärkere Folgen als früher.

01:11:19: also insofern... Ich finde das hat immer was mit Bewusstsein zu tun und auch Achtsamkeit und das zingt einen dazu einfach auch sorgsamer damit umzugehen.

01:11:27: und ich finde überhaupt die Tatsache dass wir uns bewegen können, uns quälen können Gewicht eben Radfahren rudern egal war's ... ist ja etwas, wofür man dankbar sein kann.

01:11:37: Weil es nicht selbstverständlich... Es gibt ja auch Menschen die in unserem Alter oder noch viel früher Unfälle haben und auf einmal nicht mehr gehen können,... ...oder keinen Sport mehr machen können.

01:11:45: Und so nimmt man ja die Sachen immer selbstverständig ne?

01:11:47: Auch wenn man gesund ist, selbstverständlig aber dann hast du einmal Kopfschmerzen... ...und Höllenschmerz macht mal ein Riesentrarer, kann nicht sein.

01:11:53: Mann, Mann, Man nimmt eine Pille und dann sind die Schmerzen weg.

01:11:57: Aber wenn sie schmerzen, dann wechseln wir wieder gesundes, dann hat man nicht die gleiche Dankbarkeit ich zumindest nicht wie... ... den Gram, wenn ich sozusagen merke irgendwas stimmt nicht.

01:12:07: Und das habe ich mir zumindest seit einigen Monaten immer auf die Fahne geschrieben, diese Dankbarkeit zu entwickeln und dieses Gespür für den Körper.

01:12:12: Weil man braucht ihn und ist das einzige Zuhause wo du nicht umziehen kannst.

01:12:16: Insofern muss man gut zu ihm sein dass man auch Energie abrufen kann für den Job.

01:12:19: Ich hab da also wahnsinnig spannendes Buch gelesen Das heißt Outlive.

01:12:23: Also wo es eben halt um diese Thematik longevity geht und wie man sich da aufstellen muss wurde.

01:12:29: so die unterschiedlichen Aspekte Stoffwechsel Sport Ernährung Alles was da so zugehört ... wird da beleuchtet und das ist wahnsinnig spannend, kann ich nur jedem empfehlen.

01:12:41: Outlive ist ein Megabuch.

01:12:43: Und durch Zufall war es gerade dass ich das von einem Freund empfohlen gekriegt habe als ich gerade die in dieser Abnehmphase war... ...und das passt eigentlich sehr gut.

01:12:55: Jetzt geht's um Halten?

01:12:56: Ja absolut

01:12:57: jetzt gehts um Halden, dann wird dran gearbeitet und man muss es nicht... ... Overdoing machen, also aber... Ja auf der anderen Seite fühle ich mich... Pumppal wohl.

01:13:12: Das

01:13:15: ist gut!

01:13:15: Und das braucht man tatsächlich auch in der aktuellen Situation.

01:13:18: denn es ist ja wir haben sag' ich mal erfolgreich Jahre hinter uns, haben jetzt die letzten drei vier Jahre katastrophal, auch wie die Entwicklung da sind.

01:13:32: Wir kämpfen zwar immer wieder durch die Innovationen und auch Anpassungen im Prinzip gegen diese Situation an aber es ist definitiv kein Spaziergang.

01:13:46: also das heißt es ist nicht definitiv nicht die Zeit um sich auf die volle Haut zu legen.

01:13:50: man muss sich Gedanken machen wie man das Ganze nach vorne bringt ... konsequent dran.

01:13:59: Und ich denke, man braucht auch dann im Prinzip ... ... sage ich mal eine gewisse Essensphysische Power aber eben halt ... ... denn auch die Psyche, die da mitspielt und in einem

01:14:15: ... ...

01:14:17: Insala, in Corporezane oder in einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist.

01:14:24: Da ist schon viel dran, denke ich.

01:14:28: mit den entsprechenden Pausen, wo man sich Zeit für sich selber nehmen muss um einfach viele Dinge zu reflektieren.

01:14:35: und was ich immer so gehandhabt habe ist wenn es dann mal wieder ein bisschen zu viel wird.

01:14:43: Einfach all so viele unterschiedliche Aspekte im Prinzip und so viele Akteure auf einen quasi einprasseln, einfach mal einen Schritt zurücknehmen und sagen so was ist denn jetzt wichtig?

01:14:57: Also geht ja auch in Richtung Achtsamkeit.

01:15:01: Man muss schon im Prinzip schauen, was ist denn jetzt eigentlich wichtig um das Ganze wieder nach vorne zu bringen oder in die richtige Richtung zu bringen?

01:15:12: Das kann ich nur auf der anderen Seite auch jedem raten und dann sonst ist es teilweise dann schwierig weil es bringt... Wenn man jetzt die Presse liest, sind wir ja nicht die einzigen, wo sagen ich mal gerade der Konsum im Prinzip Probleme macht.

01:15:30: Sondern gibt es da sehr viele Unternehmen und wenn man dann nicht die Muße hat oder sich darauf achtet dass man eben halt auch auf seinem das ist das Wichtigste letztendlich was wir haben.

01:15:43: neben der Familie ist trotzdem letztendlichen der eigene Körper, der eigene Geist und der muss funktionieren ... aber ohne das ist man auch nicht viel der Familie wert.

01:15:56: in den Fischlichen, ... ... aber eben halt in seinem wirtschaftlichen oder ... ... ja unternehmerischen Umfeld kann man den Leuten dann auch nicht helfen.

01:16:07: Wenn man selber immer nur auf ... ... mit dreißig Prozent voller Batterie im Prinzip rumläuft?

01:16:13: Absolut!

01:16:15: Gleichwohl ist es so dass es nicht um schonen geht sondern um fordern.

01:16:20: Also wenn ich gerade mental oder physisch stärker werde, der Mensch wächst am Widerstand und es braucht eine kontrollierte Überforderung.

01:16:27: Dazu gehören natürlich auch Pausenzeiten also dass man, sag' ich mal gut zu sich ist aber durch Schoden kommen wir da nicht raus.

01:16:34: insofern kann ich das nur unterstreichen.

01:16:36: Es braucht diesen Aufstand der Leistungsträger, dass sie sagen hey wir wollen einfach wieder Spitzenleistungen.

01:16:41: Wir wollen Excellenz!

01:16:42: Wir wollen das Made In Germany wieder den Ruf kriegte, den es mal hatte.

01:16:46: Spitzenleistung Nummer eins Gedanke, Elite auch als ganzes Land vom Kindergarten bis in die Forschung bis hin zu Unternehmen.

01:16:55: wenn du abschließend das mal verdichtest und an all die Leistungsträger die zuhören Stichwort Mut etwas mit gibst was wünschst du dir denn worauf wir achten damit vielleicht dieser Aufstand uns gelingt?

01:17:07: Und wie er?

01:17:07: wieder zur Alter- und neuer Stärke zurückfinden.

01:17:11: also eine Sache Die mein Großvater mir immer gesagt hat, die ich fand ich sehr bezeichnend.

01:17:21: Immer wenn ich irgendwo zu ihm gekommen bin und irgendwie sagt der Mensch guck mal das ist so schwierig, wo ich ein bisschen am Jammern war oder war eben so ein guter Sparing-Partner für mich.

01:17:30: Ich sag Niklas... ...die Welt wird sich immer weiter drehen.

01:17:38: Das ist klar!

01:17:39: Und Fakt?

01:17:41: Es gibt mal solche Zeiten und mal solche Zeit.

01:17:45: Du musst gucken, dass du der Heil durchkommst und solange du gesund bist ist doch alles super in Ordnung.

01:17:54: Also trotzdem weil er mich kannte weiß er natürlich das nur gesund zu bleiben.

01:18:06: nicht nur der Anspruch denn für mich gehört ein gesunder Wettbewerb dazu und ich denke wir sollten tatsächlich alles dafür tun dass dieses, wir machen alle gleich in Anführungsstrichen und hören immer nur auf das schwächste Glied in der Kette.

01:18:31: Da sind meines Erachtens sehr viele Fehler gemacht worden auch jetzt in der Vergangenheit, was die Schulen anging.

01:18:38: Die Lehrer tun mir da an vielen Stellen echt Leid wenn sie eben teilweise in eine Klasse mit ... und im Prinzip auch zu unterrichten.

01:19:05: Das heißt, in so einer Gruppe orientiert sich dann alles ... leider im Prinzip an den schwächsten Gliedern.

01:19:12: Was nicht heißt, dass das in einer gewissen Zeit ... wenn sich das eingespielt hat, dass es nicht irgendwie funktionieren kann?

01:19:22: Natürlich wird es irgendwie funktionierend!

01:19:24: Aber die Frage ist eben halt... Kann man wirklich das Beste rausholen?

01:19:28: und das ist das woran man appellieren muss.

01:19:32: Man muss sehen wie du es auch schon gesagt hast wir brauchen im Prinzip Die Eliten und wir müssen vor allen Dingen auch gucken, dass die Eliten hier in Deutschland bleiben.

01:19:40: Und nicht im Prinzip alle nach Amerika, China wie auch immer oder mittleren Osten im Prinzip abhauen.

01:19:47: Wir müssen einen Umfeld schaffen und das muss unsere Politik schaffen, dass diese Leute, die gerade Richtung geistige Elite gehören sich hier in Europa, vor allem natürlich auch in Deutschland, sich wohlfühlen.

01:20:06: Dann denke ich, dass sehr viel hier weiter geschaffen werden kann.

01:20:13: Es gab ja sehr viele unterschiedliche Paradebeispiele wie im Maschinenbau und leider andere Sachen wie Social Media und so.

01:20:22: was wurde komplett verpasst von uns in Europa.

01:20:28: Das ist eine reine Katastrophe!

01:20:33: Und wir sollten schleunigst dringend gucken, dass das wir nicht bei KI im Prinzip den Anschluss verlieren.

01:20:40: Denn es wird sicherlich sein was uns die nächsten fünfzig Jahre beschäftigen wird und das Ganze nach vorne bringen wird.

01:20:50: Wir sollten nicht im ersten Moment gleich immer gucken wie muss ich alles regulieren sondern im Prinzip eine gewisse Freiheit auch da lassen damit sich vielleicht Konzepte Ideen entwickeln können diese auch in Deutschland entstehen können oder in Europa entstehen und nicht immer nur in anderen Ländern, wo sagen ich mal allen alles egal ist.

01:21:12: Absolut Niklas!

01:21:14: Danke für deinen Mut zur Haltung und ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg hier beim Schippern durch diese bizarren Zeiten und freue mich dass du deine Zuversicht nicht verloren hast und je mit deinen Leistungsträgern weiter alles gibst damit die Zeiten auch wieder besser werden.

01:21:29: Dankeschön für die Einblicke.

01:21:31: Vielen lieben dank dir.

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